Pferd kaufen: Einen Kaufvertrag abschließen

Früher war es üblich, Pferde per Handschlag zu kaufen. Doch in Zeiten des neuen EU-Kaufrechts ist das ungeschickt. Ein detaillierter Kaufvertrag hat für beide Seiten Vorteile und bietet rechtliche Sicherheit.

In einem solchen Vertrag sollte auf jeden Fall stehen, um welches Pferd es geht. Dabei sollten Aussehen, Alter und Abstammung aufgeführt sein. Am besten steht auch die Lebensnummer mit im Vertrag.

Darüber hinaus sollte der genaue Gesundheitszustand des Pferdes aufgeführt sein. Am einfachsten ist es dabei, auf eine erfolgte Ankaufsuntersuchung Bezug zu nehmen.

Weitere zugesicherte Eigenschaften, wie Turniererfolge und Charaktereigenschaften sollten Sie ebenfalls mit in den Vertrag aufnehmen. Entspricht das Pferd der Beschreibung, hat der Verkäufer damit kein Problem. Stellt sich später heraus, dass das Pferd eine der zugesicherten Eigenschaften nicht hat, haben Sie etwas schriftliches in der Hand. So können Sie im Streitfall Beweisen, dass Sie das Pferd unter falschen Voraussetzungen gekauft haben.

Weitere wichtige Punkte im Vertrag sind die Zahlungsmodalitäten und die Adressen von Käufer und Verkäufer. Sie sollten auch genau fest halten, was Sie alles vom Verkäufer bekommen, etwa Pferdepass, Geburtsurkunde und Aufkleber des Pferdes.

Einen solchen Vertrag können Sie selber schreiben oder einen vorgefertigten verwenden. Beispielverträge finden Sie unter anderem bei www.st-georg.de. Auch Pferdeverkaufszeitschriften, wie die Pferdebörse oder der Pferdemarkt, enthalten meist Musterverträge.

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