Darauf sollten Sie beim Abschluss einer Pferdehaftpflicht achten

Jeder, der ein eigenes Pferd, hat sollte eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen. Diese Versicherung ist wichtig, da Sie als Tierhalter für alle Schäden haftbar sind, die Ihr Tier anrichtet, ob Sie daran schuld sind oder nicht. Solche Schäden können schnell teuer werden, wenn zum Beispiel das Pferd von der Weide ausbricht und einen Autounfall verursacht.

Beim Abschluss einer Pferdehaftpflicht ist es wichtig, die Vertragsbedingungen genau anzuschauen.

Pferd kaut an Scheibenwischern - (Foto: Franziska Goldmann)
Pferd kaut an Scheibenwischern – (Foto: Franziska Goldmann)

Wieviel zahlt die Versicherung?

Die Versicherungen geben meist eine Deckungssumme an. Üblich sind zwischen drei und zehn Millionen Euro. Je höher die Summe liegt, desto teurer ist natürlich auch die Versicherung. Sie sollten allerdings nicht nur auf die Gesamtsumme achten, sondern auch darauf, ob bei Sachschäden, Mietsachschäden und Personenschädenen andere Haftungsgrenzen gelten.

Wann zahlt die Versicherung?

Neben der Haftungssumme ist auch wichtig, wann die Versicherung haftet. Reiten nicht nur Sie ihr Pferd sondern auch mal andere Reiter, sollte das Pferd auch unter Fremdreitern versichert sein. Reitbeteiligungen, die für das Reiten Geld bezahlen, sollten auch explizit mit eingeschlossen sein, falls Sie es erwägen, eine Reitbeteiligung zu vergeben.

Achten Sie auch auf Stolperfallen, manche Versicherungen verlangen zum Beispiel, dass Sie mit Helm reiten, ansonsten werden Schäden nicht übernommen. Auch ohne Sattel reiten oder gebisslos reiten kann ein Problem sein.

Was zahlt die Versicherung?

Je nach Versicherung gibt es Unterschiede, welche Schäden übernommen werden. Schäden am Eigentum anderer, Vermögensschäden und Personenschäden zahlen eigentlich alle Tierhalterhaftpflichtversicherungen. Unterschiede gibt es bei gemieteten Sachen, wie Box oder Pferdehänger.

Als Tierhalter sind Sie übrigens auch haftbar, wenn Ihr Pferd ungewollten Nachwuchs produziert. Dieses Risiko betrifft hauptsächlich Hengsthalter – die sollten es aber absichern, da mit Tierarztkosten, Unterhalt für die Stute und Nutzungsausfall schnell ordentliche Summen zusammen kommen.

Verletzt Ihr Pferd ein anderes Pferd auf der Weide, wird dieser Schaden übrigens auch von der Versicherung übernommen.

Rabatte

Nachdem Pferdehalter meist tierlieb sind, kann es passieren, dass auch noch Hunde im Haushalt sind. Bei einigen Versicherungen gibt es Rabatte, wenn Pferd und Hund bei der selben Gesellschaft versichert sind. Oft gibt es auch für Mitglieder von Reitvereinen und Pferdesportverbänden Rabatte. Persönliche Mitglieder der FN haben zum Beispiel 15 Prozent Rabatt bei der R+V-Versicherung. Bei manchen Gesellschaften spielt auch die Größe und Rasse des versicherten Pferdes eine Rolle.

Sonstiges

Achten Sie beim Abschluss der Versicherung darauf, wie die Zahlungsmodalitäten sind. Oft ist es billiger für das komplette Jahr im voraus zu bezahlen als einen monatlichen Beitrag. Wichtig sind auch die Kündigungsbedingungen, falls Sie einmal die Versicherung wechseln wollen.

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