Frauensache: Worauf Frauen bei der Ausrüstung speziell achten müssen

Frauen haben beim Reiten andere Bedürfnisse und Voraussetzungen als Männer. Daher sollten sie bei der Ausrüstung auf einige Punkte achten, die ihnen das Leben leichter machen.

Frauen haben meist kleinere Hände als Männer. Daher sollten sie darauf achten, dass der Zügel schmal genug ist. Ist der Zügel zu breit, lässt sich die Faust nicht richtig schließen und der Zügel rutscht ständig durch die Finger.

Besonders bei der Kandare sollten Frauen mit kleinen Händen darauf achten, dass die Zügel nicht zu breit und auch nicht zu dick sind, sonst bleibt kein Platz um die Hand entspannt zu schließen.

Da Frauen eine andere Hüftform haben, kommen Sie meist nicht mit Sätteln zurecht, deren Sitzfläche kurz hinter dem Vorderzwiesel relativ breit ist. Ist der Sattel an dieser Stelle zu breit, kommt Frau nicht zum Sitzen und reitet sich ständig auf.

Frauen haben in der Regel weniger Kraft als Männer. Daher sollten Sie sich nicht schämen, zu Hilfsmitteln zu greifen, um stürmische Pferde zu kontrollieren. Ein Martingal oder ein Drei-Ring-Gebiss wirken manchmal Wunder. Auch eine Führkette kann hilfreich sein, um heftige Pferde beim Führen zu bändigen. Was die Männer mit Kraft machen, müssen die Frauen eben mit Technik lösen.

Wer eine große Oberweite hat, sollte sich zum Reiten einen festen Sport-BH besorgen. Durch die ständigen Erschütterungen kann es sonst zu Gewebeschäden und winzigen Blutergüssen kommen. Außerdem fällt die richtige Haltung mit etwas Unterstützung leichter.

Wer kleine Hände hat, braucht auch kleinere Bürsten und Striegel. Sind Ihnen die normalen Bürsten und Striegel zu breit, so dass Sie beim Putzen oft Krämpfe in der Hand bekommen, besorgen Sie sich doch einfach Bürsten und Striegel in Kindergröße. Das erleichtert das Putzen deutlich.

Wer lange Haare hat, sollte diese zum Reiten zu einem festen Zopf flechten oder zu einem Dutt hochstecken. Bei einem einfachen Pferdeschwanz löst sich der Haargummi meistens spätestens beim Aussitzen.

Bei triebigen Pferden scheuen Sie sich nicht, zu Gerte und Sporen zu greifen. Wer bis zum Ende seiner Kraft treibt, kann keine feinen Hilfen mehr geben und stört das Pferd mehr als das er es unterstützt.

Last but not Least: Reiterin und Beritt müssen zusammenpassen. Sind Sie eine kleine zierliche Frau, tun Sie sich keinen Gefallen, Ihr Pferd bei einem großen kräftigen Mann in Beritt zu geben. Der Mann gibt die Hilfen schon durch die anderen Hebelverhältnisse mit viel mehr Kraft, als Sie überhaupt aufbringen können. Hat sich das Pferd erst einmal an diese Hilfen gewöhnt, ist es Ihnen meist kaum noch möglich, das Pferd nachzureiten. Das Reiten artet so für Sie jedes Mal zu einem Kampf aus. Sie sollten sich lieber einen Bereiter suchen, der ähnliche Kraftverhältnisse hat wie Sie. So tun Sie sich mit Ihrem Pferd anschließend deutlich leichter.

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