Den Schweif einflechten

Für viele Prüfungen auf dem Turnier und bei Vorführungen ist es üblich, das Pferd schön herauszuputzen. Neben einer geflochtenen Mähne gehört dazu auch ein an der Schweifrübe eingeflochtener Schweif.

Durch das Einflechten fällt der Schweif schöner und die Richter können besser beurteilen, wie das Pferd den Schweif trägt.

Ein eingeflochtener Schweif - (Foto: Martin Goldmann)
Ein eingeflochtener Schweif – (Foto: Martin Goldmann)

Damit das Einflechten klappt, muss das Pferd einen natürlichen Schweif haben. Das heißt die kürzeren Haare links und rechts von der Schweifrübe sind vorhanden.

Bei Turnierpferden werden diese Haare oft abgeschoren, um das Einflechten zu sparen. Allerdings wird der Schweif dadurch dünner und schützt das Pferd bei Regen nicht mehr so gut vor Nässe.

Zum Einflechten des Schweifes brauchen Sie eine Bürste und ein bis zwei Mähnengummis.

So flechten Sie den Schweif ein

Binden Sie das Pferd sicher an einer ruhigen Stelle an. Es sollten keine Ablenkungen und möglichst wenig Fliegen vorhanden sein, sonst wird das Flechten schwierig. Eine Fliegendecke oder Fliegenspray können auch dabei helfen, dass Pferd vom Zappeln und Schweifschlagen abzuhalten.

Wichtig: Stellen Sie sich zum Flechten niemals direkt hinter das Pferd. Auch das brävste Pferd kann erschrecken und austreten. Stellen Sie sich seitlich neben die Kruppe des Pferdes. Wenn Sie das Pferd dabei auch noch berühren, weiß das Pferd, dass Sie da sind. Zusätzlich spüren Sie, wenn sich die Muskulatur anspannt und können zur Not noch in Deckung gehen.

Nie direkt hinter dem Pferd stehen - (Foto: Martin Goldmann)
Nie direkt hinter dem Pferd stehen – (Foto: Martin Goldmann)

Vor dem Flechten sollten Sie den Schweif gründlich durchbürsten, so dass sich die Haare gut von einander trennen lassen. Besonders wichtig sind dabei die Strähnen an der Schweifrübe.

Mit dem Flechten beginnen Sie oben an der Schweifrübe. Sie nehmen links und rechts jeweils eine Strähne von ganz außen. Ziehen Sie die rechte Strähne straff und schlagen Sie die linke darüber. Die dritte Strähne zum Flechten nehmen Sie rechts unterhalb der ersten auf.

Von nun an nehmen Sie immer wenn Sie eine Strähne von außen nach innen Überschlagen eine Strähne von außen zu. Ziehen Sie die Strähnen beim Zunehmen immer schön straff, sonst hängt der Zopf später oder löst sich zu schnell.

Beim flechten mit Zug arbeiten - (Foto: mgo)
Beim flechten mit Zug arbeiten – (Foto: mgo)

Die zugenommenen Strähnen sollten immer etwa so dick sein, wie die Flechtsträhnen, die Sie gerade in der Hand haben. Achten Sie darauf, die Strähnen immer von ganz außen unten zuzunehmen. So fasst der Zopf den ganzen Schweif zusammen.

Flechten Sie in dieser Art etwa die Hälfte der Länge der Schweifrübe ein. Anschließend flechten Sie den Zopf noch ein paar Schläge weiter ohne Strähnen zuzunehmen und schließen Sie ihn dann mit einem Gummi.

Zum Abschluß die losen Haare des Schweifes nocheinmal durchbürsten. Die losen Enden des Zopfs verschwinden dann im übrigen Schweif. Das sieht besser aus, als wenn der Zopf bis zum Ende runter geflochten wird.

Tipp: Sind die ersten Haare zu kurz, um im Zopf zu halten, fassen Sie die beiden Anfangssträhnen etwas breiter. Die Strähne binden Sie dann mit einem Gummi zusammen. Den Gummi schieben Sie so, dass er beim Flechten unter der anderen Strähne verschwindet.

Videoanleitung zum Schweif flechten

Und so könnt Ihr den Schweif verlesen:

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