Frisuren fürs Pferd: Der spanische Zopf

Der spanische Zopf heißt auch Bauernzopf oder Mozartzopf. Man sieht ihn häufig bei Spanischen Pferden und Friesen, wenn diese für Vorführungen und Tuniere chic gemacht werden.

Friese mit spanischem Zopf
Friese mit spanischem Zopf

Viele Besitzer von Pferden mit langer Mähne flechten diese auch dauernd ein, um Sie vor dem Verknoten und Ausreißen zu schützen: Friese, Haflinger, Andalusier: Lange Mähne pflegen.

Der Vorteil des Spanischen Zopfes ist, dass er mit etwas Übung schnell gemacht ist. Nach fünf bis zehn Minuten sitzt die Frisur.

Damit der Zopf gut hält, sollte die Mähne mindestens 20 cm lang und nicht zu dünn sein. Je länger und dicker die Mähne ist, desto dicker wird der Zopf. Bei sehr dicken Mähnen, die sich ohnehin teilen, kann man auch auf jeder Seite einen Zopf flechten.

Außerdem sollte die Mähne nicht frisch mit Glanzshampoo oder Schweifspray behandelt sein. Beide Mittel machen die Haare sehr glatt, so dass sie aus der Frisur rutschen. Der Zopf fällt dann auseinander, sobald das Pferd sich bewegt.

Um einen Spanischen Zopf zu flechten, brauchen Sie nur eine Bürste und ein bis zwei Mähnengummis. Bei größeren Pferden ist ein Hocker zum draufsteigen praktisch. Dann ist die Arbeitsposition angenehmer für die Arme.

Zum Flechten sollten Sie das Pferd an einer ruhigen, fliegenarmen Stelle anbinden. Herrscht zu viel Unruhe, wird das Pferd sich danach umschauen und dauernd wackeln. Gerade bei den ersten Versuchen kann das das ganze Kunstwerk zunichte machen.

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Mähne vorher bürsten

Damit das Flechten gut klappt ist es wichtig, die Mähne vorher gründlich zu bürsten, so dass sich die Haarsträhnen später problemlos voneinander trennen lassen.

Sie beginnen mit dem Flechten am oberen Ende des Halses, direkt hinter dem Schopf. Trennen Sie drei etwa ein Finger breite Strähnen ab. Beginnen Sie nun am Mähnenkamm entlang zu flechten. Bei jeder Strähne die Sie von oben herunter flechten, nehmen Sie eine neue Strähne aus der Mähne zu und flechten Sie gemeinsam mit der Strähne von oben nach unten.

Damit der Zopf ordentlich aussieht, sollte die zugenommene Strähne immer etwa so dick sein, wie die Strähne im Zopf. Nehmen sie zu wenig Haare zu, wellt sich der Zopf später. Nehmen Sie zu viel zu, spannt der Zopf und das Pferd kann sich nicht richtig bewegen.

Achten Sie darauf, die zugenommene Strähne immer mit mittlerem Zug straff zu ziehen, sonst wandert der Zopf während des Flechtens immer weiter nach unten. Der Spanische Zopf sollte im Normalfall immer etwa einen Fingerbreit unter dem Mähnenkamm sitzen.

Flechten Sie so die gesamte Mähne ein. Die kurzen Haare am Ende der Mähne sollten Sie nicht mit einflechten, da der Zopf sonst nicht hält. Sind Sie am Ende des Mähnenkamms angekommen, flechten Sie die restlichen Strähnen einfach nach unten und schließen den Zopf dann mit einem Mähnengummi. Bei dicken Mähnen nehme sich immer zwei Gummis gleichzeitig, das hält besser.

Spanischer Zopf geschummelt

Bei manchen Pferden ist die Mähne für den Spanischen Zopf stellenweise oder überhaupt nicht lang genug, so dass der Zopf nicht hält.

Abhilfe schaffen hier ein paar Mähnengummis. Einfach beim zunehmen die neue Strähne und die aus dem Zopf mit einem Gummi fest zusammenwickeln und dann wie gewohnt weiter flechten.

Wenn Sie dabei so flechten, dass die zugenommenen Strähnen unter den Zopf geschlagen werden, fällt dieser Trick kaum auf. Je nachdem, wie lang die Mähne ist, müssen Sie nicht jede Strähne so sichern, am besten einfach ausprobieren.

Eine andere Alternative ist es nach dem flechten einige Strähnen von unten her mit Kabelbindern zu sichern. Si sollten aber so abgeschnitten werden, dass sich das Pferd nicht daran verletzen kann.

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