Quadrille Figuren: Kreuzen
Beim Kreuzen werden zwei Abteilungen durch einander hindurchgefädelt. Das erfordert viel Präzision von den Reitern und macht Eindruck bei den Zuschauern. Gerade wenn das Tempo hoch ist, ist der Effekt des Kreuzens sehr gut.
Wie sieht das Kreuzen aus?
Die beiden Abteilungen treffen leicht versetzt aufeinander. Der erste Reiter der zweiten Abteilung reitet durch die Lücke zwischen dem ersten und dem zweiten Reiter der ersten Abteilung. Der zweite Reiter der ersten Abteilung reitet zwischen dem ersten und dem zweiten Reiter der zweiten Abteilung hindurch. Der zweite Reiter der zweiten Abteilung nutzt die Lücke zwischen dem zweiten und dritten Reiter der ersten Abteilung und so weiter.
Der Kreuzungspunkt wird also Abwechselnd immer von einem Reiter jeder Abteilung genutzt. Damit das klappt müssen die Abstände zwischen den einzelnen Reitern der Abteilungen vergrößert werden. Das klappt meist durch ein Zulegen kurz vor dem Kreuzungspunkt.
Was müssen die Reiter können?
Die Reiter sollten ihr Pferd unabhängig vom Vorpferd reiten können und das Tempo individuell gestalten können.
Wichtiger als die Reiter sind beim Kreuzen die Pferde. Die Pferde dürfen nicht schlagen und keine Platzangst haben. Einige Pferde zögern, wenn ein anderes Pferd mit hohem Tempo auf sie zu kommt. Das kann beim Kreuzen die ganze Quadrille durcheinander bringen.
Bei einigen Pferden lässt sich das Zögern durch Training verbessern. Dazu wird das Kreuzen erst einmal im Schritt und dann in einem langsamen Tempo geübt. Gewöhnt sich ein Pferd gar nicht an das Kreuzen, kann man es auch am anfang der ersten oder am Ende der zweiten Abteilung platzieren.
Die Vorraussetzungen
Für das Kreuzen sind zwei Abteilungen notwendig, die sich in einem Winkel möglichst nah an einem 90° Winkel treffen. Meist wird das über zwei Abteilungen auf verschiedenen Händen die beide durch die ganze Bahn wechseln gelöst.
Gesteigert wird die Schwierigkeit, wenn man doppelt kreuzt, also durch die halbe Bahn wechseln und direkt zurück zum diagonalen Wechselpunkt.
Bei großen Quadrillen kann man auch zwei Abteilungen die Paarweise reiten , also immer zwei Reiter nebeneinander, kreuzen lässt.
Varianten
Wem das einfache Kreuzen zu langweilig ist kann auch zwei paarweise reitenden Abteilungen kreuzen lassen oder doppelt Kreuzen lassen. Dabei wird zweimal direkt hintereinander durch die halbeBahn gewechselt, so dass zwei Kreuzungspunkte entstehen.
Wer ganz fit ist kann sich an die Krönung des Kreuzens wagen: Vier Abteilungen kreuzen lassen. Dabei kommen sich je zwei Abteilungen auf einer Diagonalen entgegen. Der Trick dabei ist, dass sich je zwei entgegenkommende Reiter am Kreuzungspunkt treffen. In der Lücke danach treffen sich zwei Reiter von der anderen Diagonalen.
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