So bleiben die Abschwitzdecken länger schön und gut

Abschwitzdecken sind gerade im Winter gold wert. Das Material schützt das Pferd vor Zugluft, hält es warm und transportiert dazu noch die Feuchtigkeit vom Schweiß zügig nach außen. Bei einer guten Decke kann man diesen Effekt tatsächlich sehen. Liegt sie auf einem nassen Pferd entstehen nach ein paar Minuten richtige Wassertröpfchen auf der Aussenseite.

Mit dem Schweiß transportieren die Decken allerdings auch Bakterien und in der Box kommt noch so der eine oder andere Dreck dazu – so entsteht schnell ein perfektes Klima für Bakterien und das riecht man. Daher ist die richtige Pflege der Decken wichtig.

Tipps zur richtigen Pflege

  • Hängen Sie die Decke nach jedem Gebrauch so auf, dass sie richtig durchtrocknen kann. Am besten ausgebreitet an einem nicht zu kalten Ort. Ein Hacken aussen am Sattelschrank oder an der Decke in der Sattelkammer sind ideal. Am besten an der geschlossenen Brustschnalle aufhängen oder über einen Balken ausbreiten, dann verzieht sich die Decke nicht
  • Waschen Sie die Decke regelmäßig, damit sich keine Bakterien darin ansiedeln. Spätestens wenn sich weiße Schweißränder zeigen ist es Zeit für eine Wäsche.
  • Schließen Sie alle Schnallen beim Waschen, damit sich nichts in der Trommel der Waschmaschine verhaken kann.
  • Waschen Sie die Decke nicht zu heiß. Je nach Waschanleitung bei 30 oder 40 Grad. Höhere Temperaturen beschädigen das Material, so dass es die Feuchtigkeit nicht mehr so gut leitet.
  • Verzichten sie auf Weichspüler, da dieser die Fasern verklebt und so den Abschwitzeffekt verringert. Warum erfahrt ihr hier: Die Verwendung von Weichspüler
  • Beim Wäschetrockner auf Heißluft verzichten, damit das Material nicht zu heiß wird und schmilzt. Viele Trockner haben ein Spezielles Programm für Funktionsbekleidung.
  • Muffelt die Decke nach dem Waschen immer noch, hilft eine milde Desinfektionslösung und danach erneut waschen, um die Bakterien abzutöten.

Tipps gegen zerrissene Decken

  • Lassen Sie die Decke nicht zu lang auf dem Pferd. Nach spätestens 20 Minuten ist die Decke ohnehin feucht.
  • Wählen Sie keine zu große Decke. Es reicht vollkommen, wenn der Rumpf des Pferdes eingedeckt ist. Zu große Decken bleiben nur leichter Hängen oder das Pferd tritt darauf wenn es aufsteht.
  • Legt sich das Pferd gerne hin ist eine Decke mit Bauchgurten sinnvoll. Alternativ lässt sich die Abschwitzdecke auch mit einem elastischen Deckengurt sichern.
  • Auf der Koppel, wenn sich das Pferd bewegt, braucht es keine Abschwitzdecke

Mein Kommentar

Ich habe pro Pferd immer eine Abschwitzdecke im Stall und noch eine Zusätzliche daheim. So kann ich immer eine mit nehmen zum Waschen.

Die Decken bleiben auch im Sommer im Stall, weil man sie doch hin und wieder braucht, zum Beispiel wenn ein kühler Wind aufkommt oder wenn das Pferd kolikt und über ein bisschen zusätzliche Wärme froh ist.

An meinem Sattelschrank habe ich Türhaken von Ikea. Ist eine Abschwitzdecke feucht, drehe ich die Haken um und Hänge die Decke außen am Schrank auf. Bis zum nächsten Tag ist die Decke dann wieder trocken.

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