Stangensalat 1: Mit vier Stangen zum taktmäßigen Galopp

Stangen in die tägliche Dressurarbeit einzubauen, bringt dem Pferd Abwechslung. Das ist aber nicht der einzige Grund, hin und wieder mal was in die Halle zu legen. Denn so eine Stange ist ein guter Maßstab dafür, wie reel die Reiterei tatsächlich ist, also ob Sie alles von Grund auf richtig machen.

Der Aufbau

Der Stangenzirkel
Der Stangenzirkel

In einem gleichmäßigen Galopp auf dem Zirkel reiten klingt leicht. Wie schwer es aber ist, den Zirkel wirklich rund zu reiten und mit immer der gleichen Anzahl Galoppsprünge, zeigen Ihnen vier Stangen.

Legen Sie je eine 3-Meter-Stange an die 4 Zirkelpunkte, so dass das eine Ende am Hufschlag liegt und das andere Ende zum Zirkelmittelpunkt zeigt.

Bei einem 20-Meter-Zirkel liegen nun immer vier Galoppsprünge zwischen den Stangen. Reiten Sie auf dem zweiten Hufschlag, also immer in der Mitte der Stangen sind es genau drei Galoppsprünge. Wer es sich richtig schwer machen will, reitet das innere Ende der Stangen an. Hier liegen immer zwei Galoppsprünge zwischen den Stangen.

Langsam herantasten

Diese Übung ist schwieriger als sie aussieht, daher sollten Sie sie langsam aufbauen. Wie schnell Sie von einem Schritt zum nächsten gehen, hängt von Ihrem Können und der Rittigkeit Ihres Pferdes ab.

Die erste Aufgabe ist es, eine Stange passend zu treffen. Das geht am besten von der langen Seite aus kommend an der kurzen Seite. Die übrigen Stangen sollten Sie zunächst so platzieren, dass der erste Hufschlag frei bleibt.

Klappt das gut, ziehen Sie die nächste Stange nach außen, so dass Sie nun zwei Stangen in Folge reiten. Reiten Sie die Stangen zunächst bewusst einzeln an. Klappt das gut, versuchen Sie die Folge so anzureiten, dass Sie zwischen den Stangen nicht korrigieren müssen.

Das Ziel

So bauen Sie die Übung nach und nach auf, bis alle Stangen draußen liegen und Sie den kompletten Zirkel im vorgegebenen Rhythmus galoppiert. Zählen Sie die Galoppsprünge laut mit.

Schaffen Sie zwei Runden, ohne dass das Pferd aus dem Takt kommt, ist das eine sehr gute Leistung.

Vergessen Sie nicht, das diese Arbeit sehr viel Konzentration erfordert, nicht nur von Ihnen, sondern auch von Ihrem Pferd. Machen Sie also immer wieder Pausen und arbeiten Sie insgesamt nicht mehr als 15 bis 20 Minuten am Stück an dieser Übung.

Bauen Sie die Übung immer mal wieder auf. Sie werden sehen, Ihre Zirkel werden gleichmäßiger und der Galopp taktmäßiger.

Diese Übung eigent sich übrigens auch hervorragend für Springreiter, denn auch im Parcour sind ein gleichmäßiger Galopp und ein gutes Auge wichtig.

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Letzte Aktualisierung am 19.01.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API