Stangensalat 4: Trabstangen

Die häufigste Form der Stangenarbeit sind 3 bis 5 Stangen die im Trab überwunden werden können.

Wie baut man Trabstangen auf?

Für Warmblüter wird ein Abstand von 1,30 m zwischen den Stangen angegeben. Das ist jedoch nur ein grober Richtwert. Für kleinere Pferde reicht oft auch 1,15 m, für Ponys 1m. Bei sehr großen Pferden mit viel Schwung entsprechen 1,5 m oft eher einem Arbeitstrabtritt.

Im Trail-Parcours für Westernreiter haben Trabstangen einen Abstand zwischen 0,9 m und 1,05 m. Hier sind die Abstände also etwas geringer. Die Pferde sollen die Stangen aber auch in einem ruhigen Tempo überwinden.

Die Trabstangen sollten so platziert werden, dass das Pferd mindestens eine Pferdelänge vorher gerade gestellt ist und die Stangen gut sehen kann.

Wie soll es aussehen?

Das Pferd soll die Trabstangen in einem gleichmäßigen Tempo überwinden und dabei jeweils einen Huf zwischen die Stangen setzen. Tempo und Takt sollen sich über den Stangen nicht verändern.

Der Reiter soll die Stangen so an taxieren, dass das Pferd in einem gleichmäßigen Tempo über die Stangen treten kann ohne davor einen Tritt verkürzen oder verlängern zu müssen.

Der Reiter bleibt über den Stangen gerade sitzen oder entlastet den Pferderücken leicht. Die Hand gibt etwas nach, damit sich das Pferd nach unten dehnen und die Stangen betrachten kann.

Über den Trabstangen soll das Pferd die Nase senken - (Foto: Fanziska Goldmann)
Über den Trabstangen soll das Pferd die Nase senken – (Foto: Fanziska Goldmann)

Warum sind Trabstangen sinnvoll?

Trabstangen aktivieren die Hinterhand, da die Pferde die Hinterbeine deutlich höher heben um die Stangen zu überwinden. So kann der Reiter auch ein Gefühl für eine aktive Hinterhand bekommen.

Der Rücken wird vermehrt aufgewölbt, da fast alle Pferde ihren Kopf senken, um nach den Stangen zu schauen. Dadurch wird der Rücken über das Nackenband und den Sehnenapparat hochgehoben. Damit das funktioniert, braucht das Pferd allerdings genügend Zügel, um den Kopf zu senken.

Der Takt wird überprüft. Schafft es das Pferd, die Stangen in einem gleichmäßigen Tempo und ohne Zwischenschritte zu überwinden? Das klingt einfach, ist es für viele Pferde aber nicht. Junge Pferde tun sich oft schwer, die Beine zu koordinieren oder das Pferd kommt aus dem Gleichgewicht. Sehr häufig stört jedoch auch der Reiter das Pferd, weil er angesichts der Stange anfängt zu treiben, nach der Stange zu schauen und dabei schief zu sitzen oder auch am Zügel zu ziehen.

Die Konzentration wird gefördert. Pferd und Reiter müssen sich ganz schön konzentrieren, um über mehrere Runden hinweg immer wieder genau richtig an die Stangen hinzukommen und diese richtig zu treffen. Daher sollte das Stangentraining auch nicht mehr als 15 Minuten am Stück dauern. Und der Reiter muss gut darauf achten, wann das Pferd eine Pause braucht – sonst ist Frust vorprogrammiert.

Varianten

Erhöhungen

Man kann alle Stangen oder auch nur einzelne der Stangen um 10-15 cm höher legen. Dafür gibt es spezielle Stangenklötzchen, die sich aber auch selber bauen lassen. Alternativ kann man auch Cavaletti auf unterer und mittlerer Stufe verwenden. Es hat sich auch bewährt einen Teil der Stangen nur einseitig zu erhöhen.

Hat das Pferd Probleme, über den Stangen gerade zu bleiben, hilft es, die Stangen abwechselnd einseitig zu erhöhen. Das macht die Mitte attraktiver und besser zu erkennen.

Durch die Erhöhung und wechselnde Höhen wird das Pferd noch aufmerksamer und muss sich besser konzentrieren, um nicht an die Stangen zu stoßen. Das ist also eher etwas für schon erfahrene Pferde.

Übergänge verbessern

Nach einem Gangartwechsel soll das Pferd idealerweise die neue Gangart direkt im richtigen Takt und Tempo aufnehmen. Um das zu Üben, kann man Trabstangen nutzen.

Energisch antraben

Reiten Sie im Schritt auf die Stangen zu und traben Sie direkt davor an. Perfekt gelingt die Übung, wenn der erste Trabtritt über die erste Stange erfolgt. Die Übung funktioniert auch aus dem Halten.

Nach der Parade weitertraben

Für Fortgeschrittene ist folgende Übung eine Herausforderung. Galoppieren Sie auf die Stangen zu und parieren Sie so zum Trab durch, dass das Pferd mit dem ersten Trabtritt die erste Stange überschreitet.

Die Übungen beinhaltet einige Klippen: Die Stangen müssen passend angeritten werden, die Parade muss am Punkt durchkommen und das Pferd darf durch die Parade nicht aus dem Takt gebracht werden.

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