Basiswissen: Der Huf

Ohne Hufe kann kein Pferd laufen. Daher ist der Huf ein wichtiger Körperteil des Pferdes. Jeder Reiter sollte sich mir den Hufen zumindest einigermaßen auskennen. Daher folgen nun zwei Grafiken, die die wichtigsten anatomischen Punkte am Pferdehuf zeigen.

Der Huf von unten
Der Huf von unten
Der Pferdehuf von der Seite
Der Pferdehuf von der Seite

Der Kronrand ist eine sehr empfindliche Stelle am Huf. Er sollte immer gut gepflegt werden, da hier das neue Horn nachwächst. Verletzungen am Kronrand können zu Hornspalten führen.

Die Hufwand trägt das ganze Gewicht des Pferdes. Bei einem gesunden Huf ist die Hufwand gerade und glatt. Rillen deuten auf eine schlechte Fütterung hin. Die Hufwand darf auch keine Risse haben. Denn diese Risse können Lahmheiten und Infektionen zur Folge haben. Sie müssen unbedingt von Hufschmied und Tierarzt behandelt werden.

Die Trachten sind der hinter Teil der Hufwand. Sie sollten in sich gerade sein und nicht nach unten unter den Huf eingezogen sein.

Hufballen und Fesselbeuge liegen direkt über dem Huf. Sie haben sehr empfindliche weiche Haut. Sie sollten diese Stellen immer gut reinigen, da es sonst zu Mauke kommen kann.

Der Tragrand ist die Unterkante der Hufwand. Hier sollte das Horn nach möglichkeit hart sein und nicht ausbrechen.

Die Weiße Linie ist der Abschnitt des Hufes, in den der Hufschmied die Nägel schlägt. Diese Schicht im Huf ist Schmerz unempfindlich und nicht durchblutet.

Der Strahl besteht aus weichem, mit vielen Nerven versehenem Horn. Daher ist dieser Abschnitt des Hufes empfindlich. Beim Hufauskratzen darf hier keine große Kraft angewandt werden.

Die Strahlfurchen müssen beim Hufauskratzen besonders gründlich gereinigt werden, da hier sonst Strahlfäule entsteht.

Die Sohle besteht aus festem, totem Horn. Hier ist das Pferd relativ unempfindlich. Es macht nichts aus, wenn hier Hornstücke abbrechen.

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3 Gedanken zu “Basiswissen: Der Huf

  1. Ist es besser bei einem Pferd, welches als Turnierpferd im Springen sportlich tätig ist, das Hufeisen vorn zu befestigen und nicht an den Seiten des Hufes?Die Hufschmiede sind hier sich nicht einig.Einerseits wird mir gesagt, das es besser vorn ist , da die Sehnen nicht so stark beansprucht werden.Es sei als wäre das Pferd mit einer Befestigung an den Seiten des Hufes so,als stehe man als Mensch immer in festen Schuhen und das Bein kann sich nicht erholen.Andererseits sagt der Hufschmied, dass es besser ist, das Hufeisen an den Seiten zu befestigen, da das Bein besseren Halt hat. Was soll ich jetzt glauben ?

  2. Es kommt auf die Pferderasse und Reitvariante an.
    Den dem entsprechend ist auch die Belastungen unterschiedlich für das Pferd. Deshalb einfach vorher Informieren und mit Reitvereinen darüber sprechen. LG Alper

  3. Gute und prägnante Erklärung der Hufanatomie.
    Die Beschreibungen bestärken mich darin, mein Pferd weiterhin Barhuf laufen zu lassen. Das scheint mir das einzig richtige zu sein, um den Huf optimal gesund zu halten.

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