Ausreiten: So verstehen sich Reiter und Jäger

Der Wald ist ein beliebtes Ausreitgebiet. Hier geht allerdings auch der Jäger seinem Hobby nach. Daher kommt es oft zu Konflikten. Mit ein wenig Rücksichtnahme und gutem Willen lassen sich diese Streitigkeiten jedoch meistens vermeiden.

Die Hauptinteressen des Jägers liegen darin, dass er in Ruhe jagen kann und das Wild nicht gestört wird.

Da Jäger hauptsächlich in der Dämmerung auf der Lauer liegen, sollten Sie in diesen Zeiten den Wald und die Waldränder meiden.

Gerade im Frühjahr sollten Sie im Wald nicht Querfeldein reiten. Dabei könnten Sie die Rehe mit den jungen Kitzen aufstöbern und so die Mutter von ihrem Jungen trennen. Eine Rotte Wildschweine mit Frischlingen könnte umgekehrt für Sie zur Gefahr werden, wenn die Wildsau Ihre Jungen energisch verteidigt. Wildschweine sind übrigens schneller als Pferde und lassen sich nur schwer abschütteln. Also legen Sie es lieber nicht auf eine Begegnung an.

Bei nassem, matschigem Wetter, sollten Sie sumpfige Wege vermeiden. Total ausgetretene, zerstörte Wege helfen keinem. Der Ärger des Jägers, der diesen Weg pflegen muss, ist dann vorprogrammiert.

Freilaufende Hunde haben in der Dämmerung nichts im Wald verloren. Ein Hund darf überhaupt nur dann im Wald frei mitlaufen, wenn er beim Pferd bleibt und nicht jagt. Ansonsten muss der Hund an die Leine.

Halten Sie sich an diese Regeln, entstehen meist keine Konflikte. Ansonsten helfen ein freundlicher Gruß und ein kleines Schwätzchen ab und zu eine gute Stimmung zu erhalten. So kann man sich auch gegenseitig mitteilen, wo Probleme entstehen können. Ein Ausritt während einer Treibjagd ist zum Beispiel nicht sehr lustig.

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