Reiten: Pferd pullt und geht durch. Was tun?

Als pullen bezeichnet man es, wenn sich ein Pferd auf das Gebiss legt und versucht wegzulaufen. Dadurch wird das Pferd schwer zu steuern und zu kontrollieren. Besonders im Gelände und im Parcours ist das unangenehm.

Hier einige Tipps, wie Sie das Pferd wieder unter Kontrolle bekommen:

Fest einsitzen und das Gewicht nach hinten verlagern.

Mit beiden Beinen impulsartig kräftig treiben, bis das Pferd wieder auf den Schenkel reagiert und sich nicht mehr auf den Zügel legt.

Durch Annehmen und Nachgeben versuchen, das Pferd locker zu bekommen. Versuchen Sie das Pferd abwechselnd in beide Richtungen durchzustellen, bis es den Hals fallen lässt. Vermeiden Sie Dauerzug am Zügel, denn das Pferd kann dann ganz einfach einen Gegendruck aufbauen. Klar abgegrenzte Paraden sind wirkungsvoller.

Haben Sie Schwierigkeiten den Zügel in der Hand zu behalten, bilden Sie eine Zügelbrücke. Das heißt, Sie nehmen das Ende des anderen Zügels mit in die Hand, so dass zwischen Ihren Daumen ein Bereich mit doppeltem Zügel entsteht. So haben Sie den Zügel besser in der Hand und können Ihn besser festhalten. Zur Not stellen Sie die Hand an den Hals des Pferdes und lassen das Pferd über die Zügelbrücke gegen den eigenen Hals ziehen.

Hilft das alles nicht, versuchen Sie eine Wendung zu reiten und einen Zirkel anzulegen. Diesen verkleinern Sie solange, bis das Pferd sich wieder aufnehmen lässt.

Wissen Sie dass ein Pferd gerne pullt, passen Sie die Ausrüstung an:

Ein Martingal verhindert, dass das Pferd den Kopf hochreißt. So bekommen Sie mehr Sicherheit und bessere Kontrolle (siehe auch: Pferd: Martingal richtig verschnallen).

Neigt das Pferd zum pullen, ist oft ein Gebiss mit Hebelwirkung von Vorteil. Das wirkt nicht nur auf Zunge und Laden, sondern auch auf das Genick. So kann sich das Pferd nicht so leicht entziehen. Praktisch sind hier ein Dreiringgebiss oder ein Pelham.

Im Dressur-Training sollten Sie mit einem pullenden Pferd vermehrt Übergänge auch innerhalb einer Gangart üben. So wird das Pferd sensibler an den Hilfen und leichter zu beherrschen.

 

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