Mistgabel ist nicht gleich Mistgabel

, Stand: 09.02.2010  Tipp druckenDrucken

Jeder Pferdebesitzer muss auch mal im Stall helfen. In diesem Fall sollte man sich zumindest etwas mit dem dafür notwendigen Werkzeug auskennen. Denn was sich allgemein „Mistgabel“ schimpft, kommt in drei Varianten daher, die jeweils ihren festen Einsatzzweck haben und daher richtig verwendet werden sollten.

Die Mistgabeln werden in Heugabeln, Strohgabeln und Späne- oder Bollengabeln unterschieden.

Heugabeln haben drei relativ gerade, weit auseinander stehende Zinken, die vorne spitz sind. Sie sind aus Metall und haben meist einen Holzstil. Heugabeln dienen dazu Ballen zu stapeln, Heu und Stroh aufzuschütteln und loses Heu zu transportieren. Heu ist recht langhalmig und lässt sich mit einer solchen Gabel gut aufgabeln. Die wenigen spitzen Zinken sollen es aber vor allem erleichtern, die Gabel in die festen Ballen zu stechen.

So sieht eine Heugabel aus

Strohgabeln sind ebenfalls aus Metall und haben einen Holzgriff. Die Gabel selbst sieht aber anders aus. Sie hat vier Zinken, die deutlich näher beisammen stehen und stärker gebogen sind. Die Strohgabel dient dazu, mit Stroh eingestreute Boxen auszumisten. Mit ihr gelingt es leicht, Strohpacken aufzugabeln und in die Schubkarre zu befördern. Durch die wenigen Zinken verheddert sich nicht allzu viel Stroh in der Gabel, so dass sich recht sparsam misten lässt. Um mit einer Strohgabel wirklich effektiv und gründlich zu misten, ist allerdings etwas Übung nötig.

Die vierzinkige Strohgabel

Mittlerweile am weitesten verbreitet sind die Spänegabeln die auch als Bollengabel bezeichnet werden. Diese Gabeln sind breiter und haben sehr viele Zinken. Die Zinken haben hier einen Abstand von 2-3 cm. Diese Gabeln sind ursprünglich dazu gedacht gewesen, um Boxen mit Sägespänen als Einstreu zu reinigen. Durch die engen Zinken lassen sich einzelnen Pferdeäpfel und verklumpte Späne gut entfernen. Mittlerweile haben sich diese Gabeln aber auch zum Abmisten von Koppeln und Reithallen bewährt. Es gibt diese Gabeln aus Metall mit Holzstiel, weiter verbreitet ist aber die Variante aus Plastik mit einem Stiel aus Alu.

Eine Spänegabel

Zum Abmisten von Graskoppeln und im Winter haben sich die Metallgabeln bewährt, weil sie einfach stabiler sind. Die Plastikgabel sind deutlich leichter und damit angenehmer zum misten. Allerdings muss man bei Frost aufpassen, da das Plastik dann sehr spröde wird und leicht bricht.


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Aktualisiert am: 09.02.2010