Dressur: Zirkel reiten
Der Zirkel ist eine der ersten Hufschlagfiguren, die jeder Reitschüler lernt, da das Pferd schon beim Longieren auf dem Zirkel läuft. Der Zirkel ist ein Kreis mit 20 m Durchmesser und nimmt die ganze Breite des Dressurvierecks ein.
Beim Reiten auf dem Zirkel ist es wichtig, dass das Pferd wirklich einen Kreis geht. Das heißt die offene Seite darf nicht abflachen und an der geschlossenen Seite dürfen die Ecken nicht ausgeritten werden.
In Dressuraufgaben dient der Zirkel auch dazu, Stellung und Biegung des Pferdes zu überprüfen. Das Pferd muss nach innen gestellt und gebogen werden und mit Vorder- und Hinterbeinen jeweils in dieselbe Spur treten. Die Hinterhand darf also nicht weiter innen oder außen laufen als die Vorhand.
Dazu muss das Reitergewicht innen sein, der innere Schenkel vorwärts treiben und der äußere verwahrende Schenkel die Biegung erhalten. Der innere Zügel holt immer wieder die Stellung, während der Äußere Zügel etwas nachgibt, um dem Pferd die Stellung zu ermöglichen.
Die Zirkelpunkte bieten Hilfe dabei, den richtigen Weg zu finden. Bei einem 40 m-Viereck sind die Zirkelpunkte A beziehungsweise C, X und jeweils zwei der runden Punkte an der Bande. Die Zirkelpunkte sind jeweils 10 m von der Ecke entfernt und X ist der Mittelpunkt der Bahn.
Bei einem 60 m-Viereck werden die Zirkel etwas komplizierter, da hier nicht X der vierte Zirkelpunkt ist, sondern ein virtueller Punkt der 2 m weiter in Richtung Bahnmitte liegt als I beziehungsweise L. Für einen wirklich runden Zirkel kann man sich also nur schlecht an den Bahnpunkten orientieren.
Weitere Hufschlagfiguren finden Sie unter: Diese Hufschlagfiguren gibt es
als erstes habe ich keinz gewust aber jetzt weis ich viele:)
[julia | 23.10.2011]
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Also die erste Frage sollte lauten: warum ist eine Halle 20 m breit?
Na weil ein Warmblüter (Durchschnitt) gebogen immer einen 20 m Zirkel
laufen würde. (Lippizaner sind kürzer, daher ist die Halle in Wien nur
18 m breit z.B.)Also braucht es eine kontinuirliche durchgehaltene
Biegung um einen Zirkel harmonisch rund zu gestalten. Der beste Zirkel
kommt aus der genauesten Biegung des Pferdes und nach Punkten reiten
ist für gefühllose Soldaten immer wichtig gewesen. Wir sind Reiter und
daher wäre es mir wichtig hier das Gefühl für Biegung zu erwähnen.
Wenn der Reiter spürt, dass die innere Hüfte des Pferdes sich der
inneren Schulter nähert und das automatisch ein Rumpfrotation mitsich
bringt, dann spürt er Biegung und wie eng oder wie weit die sein und
bleiben soll entscheidet Koordination, Kondition und das immer
wichtige Gefühl von Reiter und Pferd. Löst euch von den Punkten und
spürt was Biegung ist und dann ist jeder Zirkel kreisrund.
[Adriana Ludewig | 12.09.2009]
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