354 Tipps rss | 33 Nutzer online

Dressur: Was ist Anlehnung?

Unter Anlehnung versteht man in der Dressur eine weiche, elastische Zügelverbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand. Wichtig ist dabei, dass das Pferd die Anlehnung sucht. Das heißt das Pferd dehnt den Hals soweit nach Vorne-Unten, bis eine konstante Zügelverbindung entsteht.

Durch diese Anlehnung fällt es dem Pferd leichter sein Gleichgewicht unter dem Reiter zu finden. Die Anlehnung darf allerdings nie durch ein Ziehen des Reiters zustande kommen. Dann gehen nämlich Takt und Losgelassenheit verloren. Das Pferd schwingt nicht mehr durch den Rücken und tritt mit den Hinterbeinen nicht mehr energisch mit.

Die Anlehnung erreichen Sie durch vorwärts Reiten, mit sanften, einfühlsamen treibenden Hilfen. Merken Sie, dass das Pferd das Gebiss sucht, geben Sie ihm über den Zügel einen sanften Widerstand, so dass es an das Gebiss herantreten kann. Die Verbindung ist mehr ein Gegenhalten als ein Ziehen. Das Pferd darf sich dabei weder auf den Zügel legen, noch sich herausheben. Was Sie vorne Gegenhalten, müssen Sie immer durch treibende Hilfen ausgleichen, sonst ist der Takt gefährdet.

Ein Pferd mit BeizäumungEine Folge der Anlehnung ist die Beizäumung. Hinter diesem Begriff versteckt sich, was landläufig als am Zügel gehen bekannt ist. Das Pferd biegt seinen Hals so, dass das Genick der höchste Punkt ist und die Nasenlinie kurz vor der Senkrechten oder in der Senkrechten ist.

Wichtig ist dabei, dass das Genick der höchste Punkt ist. Kommt das Pferd mit der Nase hinter die Senkrechte oder das Genick ist nicht mehr der höchste Punkt, fehlen die treibenden Hilfen von Hinten oder die Zügeleinwirkung ist zu stark.

Bei der Ausbildung sollten Sie darauf achten, dass die Anlehnung immer erhalten bleibt. Besondere Gefahrenstellen sind hier die Übergänge. Oft stimmt hier das Zusammenspiel der Hilfen nicht, so dass sich das Pferd heraushebt und die Anlehnung verloren geht. Wie sie die Übergänge richtig reiten lesen Sie hier:

Bei der Anlehnung kann einiges Schief gehen. Wie solche Fehler aussehern und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier:

Mehr zum Thema



Aktualisiert am: 11.01.2006

Ihr Kommentar:


Name:



hey!
ich hab seit zwei Monaten eine Rb. Jonny war anfangs schrecklich in
der Dressur. er hatte den Kopf immer oben, hat sich nie
vorwärtsabwärts gedehnt, nur nach vorne, er ließ sich nie am Zügel
reiten und durch den erhobenen Kopf war er richtig unbequem, weil er
im Rücken verspannt war. Mit meiner R-lehrerin haben wir dann erst mal
in entspannt mit Übergängen, Biegungen und entlastungssitz, sowie viel
schenkelweichen. dann ist es wichtig, immer paraden zu geben. die
zügel sollten nie springen! halte auch am besten mal an undmache mal
innen-und ausenstellung. mache übergänge trab schritt, im schritt
abspielen, antraben,schritt,. bei mir hats echt geklappt! morgen kann
ich mit Jonny sogar mein kl. Reitabzeichen Dressur machen! :D wenn es
wirklich nicht klappt, versuche Ausbinder und mach sie mit der zeit
immer lockerer. Woran du es erkenntst? wenn er kauend und locker
durchs Genick geht, also ihre stirn in der senkrechten ist. nicht
weiter an seinem Rumpf! Sontst rollst du ihn ein, dass tut dem Pferd
am hals weh. du kannst auch mal überstreichen, wenn du glaubst, du
hast sie, also wenn du deine hand für einen kurzen Moment vor nimmst
und die zügel durchhängen. bleibt sie durchs genick, ists perfekt! Ich
hoffe, du bekommst es hin!
Alena
[Alena | 08.04.2010]
Antworten


hallo
ich habe eine frage und würde mich sehr über die antwort freuen.ich
habe ein pferd und bekomme es nicht richtig an den zügel.wie bekomme
ich das hin das es in der kopf in der senkrechten ist?
und woran mekre ich, dass sie am zügel geht?
über antworten würde ich mich sehr freuen =)
[Johanna | 31.05.2009]
Antworten


Hinweis

Copyright © tipps-zum-pferd.de 1999-2012   | Tippscout 5.0