Dressur: Was ist Anlehnung?

Unter Anlehnung versteht man in der Dressur eine weiche, elastische Zügelverbindung zwischen Pferdemaul und Reiterhand. Wichtig ist dabei, dass das Pferd die Anlehnung sucht. Das heißt das Pferd dehnt den Hals soweit nach Vorne-Unten, bis eine konstante Zügelverbindung entsteht.

So hilft die Anlehnung dem Pferd

Durch diese Anlehnung fällt es dem Pferd leichter sein Gleichgewicht unter dem Reiter zu finden. Die Anlehnung darf allerdings nie durch ein Ziehen des Reiters zustande kommen. Dann gehen nämlich Takt und Losgelassenheit verloren. Das Pferd schwingt nicht mehr durch den Rücken und tritt mit den Hinterbeinen nicht mehr energisch mit.

Die Anlehnung erreichen Sie durch vorwärts Reiten, mit sanften, einfühlsamen treibenden Hilfen. Merken Sie, dass das Pferd das Gebiss sucht, geben Sie ihm über den Zügel einen sanften Widerstand, so dass es an das Gebiss herantreten kann. Die Verbindung ist mehr ein Gegenhalten als ein Ziehen. Das Pferd darf sich dabei weder auf den Zügel legen, noch sich herausheben. Was Sie vorne Gegenhalten, müssen Sie immer durch treibende Hilfen ausgleichen, sonst ist der Takt gefährdet.

Ein Pferd mit Beizäumung
Ein Pferd mit Beizäumung

Eine Folge der Anlehnung ist die Beizäumung. Hinter diesem Begriff versteckt sich, was landläufig als am Zügel gehen bekannt ist. Das Pferd biegt seinen Hals so, dass das Genick der höchste Punkt ist und die Nasenlinie kurz vor der Senkrechten oder in der Senkrechten ist.

Wichtig ist dabei, dass das Genick der höchste Punkt ist. Kommt das Pferd mit der Nase hinter die Senkrechte oder das Genick ist nicht mehr der höchste Punkt, fehlen die treibenden Hilfen von Hinten oder die Zügeleinwirkung ist zu stark.

Bei der Ausbildung sollten Sie darauf achten, dass die Anlehnung immer erhalten bleibt. Besondere Gefahrenstellen sind hier die Übergänge. Oft stimmt hier das Zusammenspiel der Hilfen nicht, so dass sich das Pferd heraushebt und die Anlehnung verloren geht. Wie sie die Übergänge richtig reiten lesen Sie hier:

Bei der Anlehnung kann einiges Schief gehen. Wie solche Fehler aussehern und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier:

Fehler in der Anlehnung

In der Dressur soll das Pferd am Zügel gehen. Das heißt das Pferd biegt den Hals so, dass der Nasenrücken in der Senkrechten ist und das Genick den höchsten Punkt bildet.

Da es nicht ganz einfach ist ein Pferd mit der korrekten Beizäumung zu reiten, gibt es verschiedene Anlehnungsfehler. Hier eine Zusammenstellung der Fehler und ihrer Ursachen.

Ein Pferd mit Beizäumung
Ein Pferd mit Beizäumung

So soll die Anlehnung aussehen. Das Pferd ist mit der Nase leicht vor der Senkrechten und das Genick ist der höchste Punkt. Der Hals des Pferdes ist aufgewölbt und der obere Halsmuskel ist deutlich zu sehen.

Der Zügel bildet eine feine Verbindung zum Pferdemaul, ohne das Pferd in Form zu zwingen. Der leichte Schaum am Maul zeigt, dass das Pferd zufrieden auf dem Gebiss kaut.

Keine Anlehnung

Hier ist eine Anlehnung nicht zu erkennen
Hier ist eine Anlehnung nicht zu erkennen

Hier ist keine Spur von Anlehnung zu erkennen. Die Nase ist deutlich vor der Senkrechten und der Zügel wirkt massiv zurück.

Die Falten an der Ganasche zeigen, dass das Pferd hier zusammengezogen ist und sich gegen den Zügel wehrt. Die deutlich sichtbare Unterhalsmuskulatur macht deutlich, dass dieses Pferd nicht über den Rücken tritt.

In dieser Haltung ist das Pferd nicht losgelassen und hat auch keine Anlehnung. Der Reiter hat es schwer mit seinen Hilfen durchzukommen. Um Abhilfe zu schaffen muss das Zusammenspiel der Hilfen verbessert werden.

Auf den Zügel legen

Das Pferd hängt auf dem Zügel
Das Pferd hängt auf dem Zügel

Dieses Pferd legt sich auf den Zügel. Das heißt es trägt Kopf und Hals nicht selber, sonder stützt dieses Gewicht auf der Reiterhand ab.

Dadurch entsteht ein starker Zug auf dem Zügel, der feine Hilfen vom Reiter unmöglich macht. Um den durch diesen Zug entstehenden Druck im Maul auszuweichen, öffnet das Pferd das Maul. In der Fachsprache nennt man das Sperren.

Abhilfe schafft in diesem Fall nur, das Pferd mit energischen Hilfen vorwärts zu treiben und ihm die Stütze der Hand zu entziehen. Nur durch konsequentes vorwärts-abwärts Reiten kann wieder eine feine Verbindung hergestellt werden. Besonders energisches Weitertreiben ist hier gefragt.

Lassen Sie sich nicht auf einen Kampf ein, sondern korriegieren Sie diesen Fehler immer sofort.

Herausheben

Dieses Pferd hebt sich raus
Dieses Pferd hebt sich raus

Hier hebt sich das Pferd heraus. In einem Übergang passen die Hilfen nicht zusammen oder irgendetwas hat die Aufmerksamkeit des Pferdes erregt und schon ist die Anlehnung flöten.

In einer solchen Situation hilft nur weitertreiben und mit einer halben Parade die Anlehnung wieder einzufordern. Bloßes Ziehen am Zügel ist hier kontraproduktiv, da dann die Losgelassenheit weiter gestört wird. Je ruhiger der Reiter reagiert, desto schneller ist das Pferd auch wieder aufmerksam.

Konsequentes weiterreiten hilft bei guckigen Pferden mehr als heftige, unkontrollierte Reaktionen. Die machen dem Pferd nur noch mehr Angst. Ignorieren Sie Stellen an denen Ihr Pferd schaut einfach und stellen Sie es davor vermehrt nach innen. Oft hilft es auch mit dem Pferd zu reden oder ihm etwas vorzupfeifen.

Einrollen

Dieses Pferd ist aufgerollt
Dieses Pferd ist aufgerollt

Dieses Bild ist leider immer häufiger zu sehen. das Pferd geht deutlich hinter dem Zügel und hat sich aufgerollt. Dieser Fehler entsteht, wenn zu starker Zug auf den Zügel kommt, der nicht durch entsprechende treibende Hilfen ausgeglichen wird.

Das Pferd zieht dabei nur den Hals zusammen und tritt in der folge nicht mehr über den Rücken. Die Hinterhand geht verloren und tritt nicht mehr energisch genug mit.

Abhilfe schafft auch hier nur vorwärts-abwärts Reiten und die Losgelassenheit und den Zug nach vorne wiederherzustellen. Daraus kann dann die Beizäumung neu aufgebaut werden.

Geht ein Pferd längerfristig hinter dem Zügel, kann das auch gesundheitliche Folgen haben. Das Nackenband wird überdehnt und die Schleimbeutel darunter können sich entzünden.

Falscher Knick

So sieht ein falscher Knick aus
So sieht ein falscher Knick aus

Dieses Pferd hat einen Ausbildungsfehler, den man falschen Knick nennt. Das Pferd geht dabei zwar mit der Nase in der Senkrechten, das Genick bildet aber nicht den höchsten Punkt.

Dieser liegt weiter hinten, zwischen dem zweiten und dritten Halswirbel. In dieser Haltung gibt das Pferd den Rücken nicht her und tritt nur ungenügend von hinten mit.

Einen falschen Knick zu korrigieren ist schwierig und langwierig, da das Pferd die korrekte Anlehnung nur schwer findet. Der Weg führt auch hier über das vorwärts-abwärts Reiten und eine feine Zügelverbindung. Ganz wichtig ist dabei die Vorwärts-Tendenz, um die Hinterbeine zur Mitarbeit anzuregen und auf eine korrekte Versammlung hinzuarbeiten.


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28 Gedanken zu „Dressur: Was ist Anlehnung?“

  1. „Das heißt das Pferd biegt den Hals so, dass der Nasenrücken in der Senkrechten ist und das Genick den höchsten Punkt bildet.“ Das ist nicht ganz richtig. Die Nasenlinie des Pferdes soll eine Hand breit vor der Senkrechten stehen. Je nach Ganaschenfreiheit des Pferdes ist gar ein Winkel von bis zu 45° korrekt.
    Die Kopfhaltung entsteht im übrigen nicht durch „Biegen des Halses“ sondern dadurch, dass das Pferd die Muskeln am Übergang vom Hinterhauptsbein zum ersten Halswirbel entspannt. Der Kopf fällt dann durch die Schwerkraft ganz von allein in die Position kurz vor der Senkrechten.

  2. Die Aussage, dass ein Pferd mit einem Winkel bis zu 45 Grad in korrekter Anlehnung geht, findet man in vielen älteren Reitlehren. Die moderne Pferdezucht hat diese Aussage allerdings überholt. Fast alle modernen Pferde haben mittlerweile soviel Ganaschenfreiheit, dass sich der Nasenrücken in oder kurz vor der Senkrechten befindet. Lediglich einige Robustrassen, wie Norweger haben noch Probleme mit der Beizäumung.
    Die Aussage, dass der Hals nicht gebogen werden muss, damit ein Pferd am Zügel geht ist falsch. Denn ein Pferd, das den Hals nicht aufwölbt, kann das Nackenband nicht entspannen und damit nicht sicher in der korrekten Anlehnung gehen. Es wird immer gegen den Zügel drücken oder sich darauf legen. Daher ist die Aussage das das Pferd den Hals biegt, um am Zügel zu gehen, zwar vereinfacht, aber richtig.

  3. Es stimmt nicht, dass das Pferd nur dann hinter die Senkrechte kommt, wenn man zu starken Zug auf der Hand hat. Gewiefte Pferde beißen sich, wenn sie eigentlich locker sind, auch bei durchhängendem Zügel fast in die Brust und wenn man „energisch vorwärts reitet“ nehmen sie nicht die Nase wieder vor, sondern fangen an zu rennen oder unkontrolliert zu verstärken.

  4. ich reite im mom noch schulpferde ! die legen sich immer auf den zügel .. das ist denke ich mal normal nach einer gewissen zeit!
    Kann mir jemand sagen wie ich auch ein schulpferd durch genick bekomme ?!
    danke

    1. Ich bin auch sehr lange nur auf Schulpferden geritten. Bei sehr verrittenen Pferden kannst du das vergessen, die sind sowieso meist nicht durchlässig genug um in Anlehnung zu gehen. Bei Pferden die noch frisch sind, geht das leichter. Ich habe es immer so gemacht und eher intuitiv gelernt: biege das Pferd in den Ecken, stelle das Pferd auf geraden Linien richtig, der innere Zügel ist so eine Art „stützer“ (damit meine ich nicht am zügel festhalten, sondern eher die Verbindung zum Pferdemaul die innen konstant und ruhig bleibt). Außen gebe ich nach, ich öffne den Zügel und Schenkel ein wenig um dem Pferd zu sagen „da, bieg dich!“. Natürlich lasse ich den äußeren Zügel nicht ganz fallen, das würde dem Pferd nicht helfen. Mit dem inneren Schenkel treibe ich das Pferd energisch nach außen in die Biegung. Dazu gehe ich je nach Situation in der Hüfte oder dem Oberkörper mehr oder weniger stark mit. Wichtig ist dabei das energische vorwärts treiben des Pferdes, damit es nicht „einschläft“ und sich den hilfen erst recht zu entziehen versucht. Irgendwann gibt dann Pferd dann den Kopf hinunter, die Verbindung zum Pferdemaul wird gummi-artig. Kippt es mit dem Kopf nach vorne, geht meine Hand mit und umgekehrt. Das ist mit dieser Zügelverbindung vermutlich gemeint. Um das zu verstehen muss man es mindestens einmal erlebt haben. Wenn ein Schulpferd zu steif ist mache ich sehr gerne traversalen und kleine Touren, insbesondere schlangenlinien mit vielem Umstellen, solange bis es im Rücken lockerer wird und langsam anfängt zu schnauben oder zu kauen. Viele Pferde sind mit mir äußerst zufrieden, vor allem wenn vorher zig anfänger darauf geritten sind und ich dann so eine Art „Abwechslung“ im Leben des Schulpferdes bin. xD Was ich kann (ab grundlagen-niveau) hab ich mir mithilfe der Bücher beigebracht. Kein einziger Reitlehrer war mehr so motiviert mir beizubringen wie man ein Pferd lockert und korrekt reitet. Also blieb mir nichts anderes übrig.

  5. Hi ich bin zwar Schulreiterin , reite aber seit ca. 8 Jahren. Bei meinem verstorbenem Pflegepferd war die Anlehnung garnkein Problem, doch bei meiner jetzigen Ponystute, klappt es nicht so richtig, ständig wirft sie den Kopf hoch oder kämpft richtig mit mir. Wer hat einen nütlichen Tipp?? MFG michaela

  6. Hallo !!!
    ich habe ein großes Problem :
    Mein Pony geht die letzten Wochen nicht wirklich durchs Genick gestellt.
    Meine Arme schmerzen nach wenigen Minuten weil mein Pony ,glaube ich, gegen den Zügel lehnt.
    Ich würde mich fräuen wenn sie ein paar Tips für mich hätten .

  7. Hallo,
    ich habe jetzt schon oft gelesen, dass man bei einem Pferd das sich auf´s Gebiss legt, treiben soll.
    Nun habe ich aber das Problem, dass sich mein Pferd aufs Gebiss legt und anfängt zu rennen. Mein Schenkel bleibt hierbei trotzdem dran ABER würde ich dann noch treiben, wäre ich komplett verloren…

    Ich muss dazu sagen, dass ich das Pferd erst seit 4Monaten reite und dieses Pferd ein echtes Problempferd war/ist! Anfangs akzeptierte sie weder Schenkel noch Hilfen am Zügel und ist nicht Taktfrei gelaufen.
    Problem mit Schenkel und Takt sind behoben.
    Aber was nun?

    P.s: Sie ist auch schon eingerenkt worden auf Grund verspannungen im Rücken.

  8. hallo
    ich habe eine frage und würde mich sehr über die antwort freuen…ich habe ein pferd und bekomme es nicht richtig an den zügel…wie bekomme ich das hin das es in der kopf in der senkrechten ist?
    und woran mekre ich, dass sie am zügel geht?
    über antworten würde ich mich sehr freuen =)

  9. Ich finde das richtig Klasse, dass entlich mal etwas über die Anlehnung ins Internet gesetst wird. Da die meisten Reitlerer immer mal wieder etwas über Anlehnung faseln und dabei nie genau erklähren was sie damit meinen.

  10. Allgemein spielt aber doch das Gebäude des Pferdes eine Rolle in Bezug auf die Beizäumung, sie soll dem Gebäude des Pferdes angepasst sein; bei tief angesetztem Hals ist beispielsweise die relative Aufrichtung mit Beizäumung weniger hoch möglich als bei einem Pferd, das den Hals hoch angesetzt hat und dadurch viel einfacher in beigezäumter relativer Aufrichtung zu gehen vermag.

  11. hey!
    ich hab seit zwei Monaten eine Rb. Jonny war anfangs schrecklich in der Dressur. er hatte den Kopf immer oben, hat sich nie vorwärtsabwärts gedehnt, nur nach vorne, er ließ sich nie am Zügel reiten und durch den erhobenen Kopf war er richtig unbequem, weil er im Rücken verspannt war. Mit meiner R-lehrerin haben wir dann erst mal in entspannt mit Übergängen, Biegungen und entlastungssitz, sowie viel schenkelweichen. dann ist es wichtig, immer paraden zu geben. die zügel sollten nie springen! halte auch am besten mal an undmache mal innen-und ausenstellung. mache übergänge trab schritt, im schritt abspielen, antraben,schritt,… bei mir hats echt geklappt! morgen kann ich mit Jonny sogar mein kl. Reitabzeichen Dressur machen! 😀 wenn es wirklich nicht klappt, versuche Ausbinder und mach sie mit der zeit immer lockerer. Woran du es erkenntst? wenn er kauend und locker durchs Genick geht, also ihre stirn in der senkrechten ist. nicht weiter an seinem Rumpf! Sontst rollst du ihn ein, dass tut dem Pferd am hals weh. du kannst auch mal überstreichen, wenn du glaubst, du hast sie, also wenn du deine hand für einen kurzen Moment vor nimmst und die zügel durchhängen. bleibt sie durchs genick, ists perfekt! Ich hoffe, du bekommst es hin!
    Alena

  12. @Caina & Michaela
    Viele lockere, aber frisch vorwerts gerittene Wendungen reiten. Und nicht unbedingt an die Bahnfiguren halten, damit das Pferd nicht irgendwann in automatismus verfällt. Abwechselungsreich wendungen, gerade, zwei drei Schritte abbiegen und wieder gerade. Immer soviel, dass dass das Pferd locker wird.
    Aber wichtig, selber auch immer locker bleiben.
    Schulpferde und auch so manch andere Pferde sind einfach schon sehr extrem verspannt und haben auch schon verkürzte Muskeln oder gar beschwerden (wie bei jedem der älter wird und kein Ballett oder ähnliches betreibt *g*)

    @Faelyssa
    Was das Vorschießen bzw. aufrollen von Pferden betrifft, die angeblich nicht zu eng genommen werden, so ist bei denen die Grundarbeit nicht korrekt durchgeführt worden. MAn kann nicht alle PFerde gleich ausbilden. Und auch diese PFerde kann man mit korrekter und feinfühliger Arbeit fertig machen und gut reiten.
    Nur leider werden solche Pferde auch schnell als unmöglich, ungehorsam o.ä. abgestempelt.
    Dabei ist dies auch eine Art der irritation die dem Pferd genommen werden muss.

  13. Versuch doch mal immer abwechseln die Hände zuzudrücken, als würdest du einen Schwamm ausdrücken. Du kannst auch versuchen, Deine Stute immer abwechselnd nach innen und aussen zu biegen, lass Dir dabei viel Zeit! Bei manchen Pferden dauert es seine Zeit, bis sie beigezäumt laufen, ich kenne das Problem ;)… Wenn das nicht klappt, nimm einfach Reitunterricht…
    Caro

  14. Hi Michaela! Du willst einen Tipp zur Verbesserung der Anlehnung mit deinem Schulpferd? Reite viel vorwärts-abwärts mit Tempo und binde sie ab und zu aus. Wenn sich das Pferd oft heraushebt, würde ich Dreieckszügel reinmachen, die animieren das Pferd auch mal dazu sich nach vorne zu dehnen und bieten eine seitliche Begrenzung. Wenn dein Pferd sich oft auf den Zügel legt, dann verwende am besten Lauferzügel, die kann man so einstellen, dass sich das Pferd ein bisschen aufrichten muss. Aber Vorsicht! Wenn dein Pferd noch sehr jung ist und noch keine richtige Muskulatur hat im Hals, würde ich die Aufrichtung nie stark einstellen. So, wenn du ohne Ausbinder reitest solltest du auch immer mit dem inneren Schenkel an den äußeren Zügel reiten, weil das Pferd sollte außen immer eine Begrenzung haben. Wenn das Pferd sich heraushebt, weil es oft unkonzentriert ist, pariere sie am Zügel in ihrem Rhytmus (Schritt, Trab, Galopp) links rechts ab. Und nie den treibenden Schenkel vergessen, sonst tritt das Pferd nicht reel an den Zügel heran. Viele Übergänge auch innerhalb einer Gangart (zulegen, aufnehmen) fördern die Anlehnung, da du oft Halbe Paraden geben muss, welche das Pferd schließen. Halbe Paraden- Zügel etwas annehmen, tief einsitzen und kurz treiben, dann sofort wieder nachgeben. Viel Glück, bei weiteren Fragen einfach unter eremm@web.de nachfragen;)

    Welcher Tiger tigert Nachts im Wald herum? Der VergewalTIGER. Kleiner Scherz am Rande;)

  15. meine Reitbeteiligung hat so ziemlich alles falsch gelernt was nur geht… das einzige was sie in ihrer Grundausbildung lernte war vorwärts-abwärts. das kommt davon wenn sich der besitzer eine halbrohe jungstute mit hohem vollblut anteil kauft, vorher noch nie auf nem pferd gesessne hat und jeden mal eben lustig drauf rumhüppeln lässt… und da das pferd nie was gelernt hatte wurde es mit tollen methoden wie rollkur und riegeln und zerren in form geprügelt. mitlerweile ist sie 15 und ziemlich verkorkst. seit letztem august arbeite ich mit ihr und sie kommt nur minimal vorwärts. es wird ncoh jahre dauern, bis sie ordentlich und vor allem GESUND läuft. Daraus lernen wir: Die korrekte Ausbildung, basierend auf der Gesundhaltung des Pferdes ist das ABSOLUTE a und o.

  16. nix kann man durch „nur den Kopf“ erkennen.
    schon ihr erstes Bild finde ich nicht im „Genick“ sondern am 3.Halswirbel. Ohne Blick auf die sich gesenkte Hinterhand ist das Bild nicht aussagekraeftig.

    Das letzte bild ist das Pferd DEUTLICH hinter der Senkrechten.
    Lesen bei W.Mueseler nach, ein Kriterum sagt nichts, sondern nur das gesamtspiel zwischen Pferd und Reiter.

    vielen dank fuers „Sehen lernen“
    Liebe Gruesse,
    Monika

  17. Mein Pferd legt sich mit 50 Kilo auf jede Hand.Die vorgängerin hat ihn mit Spring-Pelham geritten. Kein Halsmuskeln aufgebaut nichts.Welches Gebiss sollte man nehmen um ihn ans richtige vorwärts-abwärts ran zuführen?

  18. @Lammert586: Beim Gebiss gibt es keine Patentlösung, aber oft gilt je einfacher desto besser. Ich würde es zunächst mit einer ganz normalen Wassertrense in der richtigen Dicke probieren. Ob einfach oder doppelt gebrochen dem Pferd besser liegt müssen Sie einfach ausprobieren. Wenn sich das Pferd zu stark auf die Hand legt, kann man es Übergangsweise auch mit einem Gebisslosen Zaum probieren oder die Trense zum Beispiel mit einem Sidepull oder einem Kappzaum kombinieren. So bekommt das Pferd auch dann noch Signale wenn es sich im Maul festmacht und der Teufelskreis lässt sich eventuell durchbrechen

  19. mein Pferd behält seine nase nicht oben es versucht sich immer mehr aufzurollen obwohl ich versuche mehr nachzutreiben
    ! habt ihr eine Idee wie ich diesen Fehler weg bekomme??????
    Freue mich über schnelle Antwort!!!

  20. @Lammert586:

    ich würde dir eine einfache wassertrense empfehlen. wenn sich dein pferd aufs gebiss legt, gibst du ihm konsequent eine halbe parade nach oben, damit es lernt sich selbst zu tragen. wenn es deshalb kurz über dem zügel geht, ist das erstmal nicht schlimm. zeig ihm erstmal, das es auf jeden fall unbequem ist sich auf den zügel zu legen. wichtig: gib unbedingt die hand vor, wenn es mit der nase hochkommt. die anlehnung lässt sich meiner meinnung nach auf gebogenen linien am besten wiederfinden. wenn du ihm konsequent verbietest, sich auf die hand zu legen und es ansonsten schffst, absolut weich in der hand zu sein, solltet ihr das problem beseitigen können, auch und vor allem ohne irgendein spezialgebiss.

  21. @Johanna: hallo ich heiße Maria,
    du müsst viele über Gange machen schritt trab und immer in kreis so mach ich das . Meine Reitlehrerin hat mir das so gezeigt ich reite jetzt jeden tag in der Anlenung und es klappt jetzt richtig gut und zwischen durch musst du auch mal Galoppieren wegen abwegslung und das ein paar mal machen aber nicht so lange immer 1 stunde und wenn du das jeden tag machst hast du es in 2 Wochen drauf . viel spaß ^^

  22. Hallo Pferdefreunde!

    Ich bin das erste Mal hier und habe sogleich schon eine Frage und hoffe sehr, dass ihr mir vielleicht bei meinem Problem weiterhelfen könnt.

    Ich habe eine Stute, die ich für einem Monat in einem Berittstall hatte. Leider wurde sie krank und wir konnten an dem Gelernten nicht weiter anknüpfen und mussten sozusagen wieder fast von vorn anfangen.
    Jezt ist sie vollkommen genesen und wir haben mit Bodenarbeit und Longe, sowie mit Reiten begonnen um Vertrauen und Muskeln aufzubauen. Das V/A reiten hat die letzten 2 Wochen soweit gut geklappt, aber seit einer Pause von 3 Tagen, die wir eingelegt haben, mag sie gar nicht mehr V/A gehen, sie zieht mir regelrecht die Zügel aus der Hand, indem sie ihren Kopf auf den Boden stürmisch zubewegt, dabei aber teilweise ruhig weiterläuft und ein anderes Mal dabei wieder schneller wird. Ich bin schon der Meinung gewesen, vielleicht zu fest in der Hand zu sein, oder sie zu wenig abzuspielen, aber meine Freundin meint, dass dem nicht so ist und ich ihr das nicht durchgehen lassen dürfte. Was mir auffällt ist, dass sie eher in Anlehnung geht, dabei ruhig kaut und schön von hinten nach vorn durchtritt, oder aber sie wie eine eins rennt. Aber ersteres hilft mir dabei auch nicht sie V/A zu dehnen, was ja sooo wichtig für sie ist. Also was kann ich tun um meine Stute in V/A Dehnungshaltung zu bringen, sie dabeizubehalten und mir nicht die Zügel aus der Hand reissen zu lassen? Im Moment habe ich für mich beschlossen sie nur im Schritt zu reiten, mit vielen Biegungen etc und sie mit einem Dreieckszügel zu longieren. Vielleicht fällt euch noch etwas ein, bin um jede Hilfe und jeden Rat dankbar.
    Dazu muss ich sagen, meine Reitlehrerin ist im Moment leider unpässlich, daher wende ich mich hoffnungsvoll an euch.

    Vielen Dank für eure Hilfe!!!

  23. @Lexie: Wenn deine Stute schön in der Anlehnung geht versuche doch mal ihr das vorwärts abwärts unterzuschieben. Versammele Sie etwas in der Ecke und lass sie danach an der langen Seite etwas länger. Die meisten Pferde nehmen das abstrecken nach ein paar Wiederholungen sehr schön an. Klappt das Abdehnen eine lange Seite lang gut, versuche es auf den Mittelzirkel hinüberzuretten.

    Wichtig ist auch, dass du dein Pferd nicht zu weit nach unten reitest . Das Maul soll etwa 1-2 Handbreit unterhalb des Buggelenks sein. Ist der Kopf zu tief kann der Rücken nicht mehr richtig arbeiten und es besteht die Gefahr das sich das Pferd im Trab selber ans Kinn tritt.

    Manchen Pferden wird auch schwindlig, wenn sie den Kopf zu tief tragen. Vielleicht ist ja eines davon die Ursache, warum sich deine Stute plötzlich so gegen das Vorwärtsabwärts reiten währt. Wir haben auch noch einen extra Artikel zu dem Thema auf der Seite

  24. Hallo ich bin alicja mir gefallen pferde sehr ich habe leider kein eigenes pferd . Ich reite auf einem reiterhof und reite ein deutsches reitpferd es ist mit das grösste dort. Ich reite jetzt schon drei jahre lang und bin jeden tag auf dem reiterhof. Meine frage an euch. Was muss ich tun das es meinen pferd gut bei mir geht ? Ich würde mich auf die antwort sehr freun.

  25. Hallo
    ich habe vor zwei Monaten ein Pferd aus dem Schulbetrieb gekauft. Er ist 7 Jahre alt und sehr brav, geländesicher und lernwillig. Der Kleine ist bisher bis E ausgebildet. Leider auch total verritten. Er trägt den Kopf immer oben und zeigt keine Spur von Anlehnung. Ich habe es schon mit allen Tricks und Tipps probiert, doch nichts ha geholfen. 🙁 Ich überlege ob ich eine Bereitein bitten soll ihn zu reiten, doch ich würde es lieber selber hinbekommen um das Vertrauen zu stärken

    Kann mir hier vielleicht jemand helfen?
    Danke schon einmal im Vorraus

    LG

  26. @Isabel: Es ist sehr schwer Tipps zu geben, ohne das Pferd zu sehen. Die Ursache für die fehlende Anlehnung können so vielfältig sein, dass es sinnvoll ist, über eine gewisse Zeit mit einem Bereiter oder Reitlehrer zusammenzuarbeiten. Am sinnvollsten Wäre meiner Meinung nach eine Kombination aus Unterricht und Beritt. Wenn der Reitlehrer dein Pferd ab und zu reitet, kann er dir genau sagen, wo das Problem liegt und dir dann im Unterricht vermitteln, wie die Lösungen aussehen.

  27. Hallo Isabel,
    habe mir selbst vor 4 Monaten ein Pferd aus einem Schulbetrieb gekauft, kam mit 4 in die Reitschule, jetzt ist sie 6 Jahre. Sie hatte vollkommen falsch entwickelte Muskeln, also im Genick eine richtige Schwellung, auch über dem Kreuzbein sowie starke Gegenhalsmuskeln.
    Sie konnte gar nicht flott Schritt oder Trab gehen, geschweige denn ohne Ausbinder am Zügel. (Der Ausbinder kam sofort weg).
    Ich habe ihr bereits zweimal eine Behandlung von einem Chiropraktiker vergönnt, denn sie hatte starke Hals- (erster Halswirbel) und Rückenschmerzen, dann bekam sie einen neuen angepassten Sattel und erst dann begann ich sie regelmäßig zu reiten. Parallel dazu: Bei einer Blutprobe wurde starker Zink-, EIsen- und Selenmangel festgestellt, ist nun auch behoben.
    Jedesmal bei der Zügelaufnahme begann sie zu stolpern, also nur Ausritte im Schritt, um zu lernen, dass sie ohne Ausbinder und ohne auf-die-Trense-legen lernen muss, Ihr Gewicht zu tragen. Viel Bergauf reiten, um in der Hinterhand Muskeln zu entwickeln.
    Anfangs bin ich daher nur mit langen Zügeln ausgeritten! Obwohl es immer heißt sie benötigen die Anlehnung. Irgendwann hat sie die leichte Anlehnung akzeptiert ohne den Kopf hochzureissen oder zu stolpern, mittlerweile geht sie einen zügigen langen Schritt und tritt automatisch sehr gut unter. Ich habe oft die Zügel in einer Hand, um nicht zu ziehen.
    Trab: erst wenn ich ewig Schritt geritten bin (mind 20 min) und merke dass sie entspannt vorwärts geht, trabe ich an (beim Ausritt oder auf einem großen Reitplatz). Dann mit einer extrem leichten Zügelführung auf einer sehr großen Tour (falls am Platz), sie darf den Kopf oben behalten, ich konzentriere mich nur aufs vorwärts reiten. Der Zügel ist ganz locker, sie beginnt dann den Weg allein immer wieder nach ganz unten zu suchen(Achtung vorsichtig weiter treiben, damit die Hinterhand aktiviert wird). Wenn ich merke, dass sie auch im Trab warm ist, nehme ich vorsichtig im Trab die Zügel etwas mehr auf, das Tempo muss gleich bleiben, ich konzentriere mich „leicht“ leicht zu traben, weil sie im Rücken sehr empfindlich ist, und dann beginne ich leicht mit der Hand zu spielen. Ja nicht die Geduld verlieren! Schritt / Trab / Schritt / Trab, nur ganz leicht einsitzen, viel mit Stimmme parieren, Trab / Galopp / Trab / Galopp, mit der Hand ein bisschen spielen, dann wieder nach vorn nachgeben. Und dann lässt sie plötzlich nach und entspannt sich und bekommt auch einen wunderschönen Trab. Sie schäumt dann stark im Maul und schnaubt ab) Der Galopp ist bis jetzt nur selten so rund wie ich es mir vorstelle (da habe ich noch nicht den optimalen Sitz für sie und mich gefunden).
    Nicht (nie) die Geduld verlieren, oft brauche ich eine halbe Stunde bis 40 Min. Wenn es dann nur 10 min gut geht, höre ich gleich auf, damit sie das gute Gefühl behält.
    Ich bin keine perfekte Reiterin und mache viele Fehler, aber wir machen Fortschritte!
    Ihr Körper hat sich bereits stark verändert und sie ist meistens sehr zufrieden (außer ich hatte zu wenig Geduld und mir gedacht: verflixt, dass muss doch gehen – dann geht gar nichts mehr!.
    Ich gebe uns zwei Jahre Zeit, um die Fehler aus der Vorzeit wieder gut zu machen. Kann aber auch vier Jahre benötigen, damit sie alles vorherige vergisst und meine Fehler mit verzeiht!
    Aber was haben wir schon zu verlieren? Ziel ist es für mich, jedesmal ein zufriedenes Pferd in die Box zu bringen und aus ihr ein selbstbewusstes, schönes Pferd zu machen. Denn dann bin ich auch zufrieden.

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