Trab
Der Trab gehört zu den Grundgangarten des Pferdes. Das heißt, jedes Pferd beherrscht diese Gangart. Der Trab war in der Natur eine Kräfte schonende Fortbewegungsart, um zügig größere Distanzen zurückzulegen.
Der Trab ist ein Zweitakt, bei dem jeweils die diagonal gelegenen Beine zeitgleich bewegt werden. Dazwischen liegen jeweils kurze Schwebephasen.
Die Fußfolge ist also: Vorne rechts und Hinten links, Schwebephase, vorne links und hinten rechts, Schwebephase
Der Trab zählt zu den schwunghaften Gangarten. Die Vorwärtsbewegung soll aus der Hinterhand kommen und über den Rücken nach vorne übertragen werden.
Ein Trabtritt ist normalerweise 1-1,50 m lang. Durch die Schwebephasen ist der Trab für den Reiter recht unbequem. Abhilfe schafft hier das Leichttraben.
Den Trab gibt es in vier Tempi: versammelter Trab, Arbeitstrab, Mitteltrab und starker Trab.
Auch die hoch versammelten Lektionen Passage und Piaffe sind vom Trab abgeleitet.
Der Trab hat einen sehr klaren Takt, daher eignet er sich am besten um Lahmheiten beim Pferd festzustellen. Wenn ein Pferd Schmerzen hat beim Laufen, fällt das am ehesten im Trab auf. Daher lässt sich der Tierarzt das Pferd auch meistens vortraben.
Den Trab gibt es auch in extremen Formen, etwa beim Trabrennen, wo die Pferde bis zu 60 km/h erreichen.
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