Sattel kaufen: Die richtige Größe für den Reiter
Der Sattel muss nicht nur zum Pferd passen, sondern auch zum Reiter der darauf sitzt. Die wichtigste Größe ist dabei die Sitzfläche.
Hat der Sattel eine zu kleine Sitzfläche, sitzt der Reiter hinter dem Schwerpunkt und der Sattel drückt dem Pferd unangenehm im Rücken. Zusätzlich ist der Reiter eingeklemmt und kann die Bewegungen nicht ausgleichen. Das führt dazu, dass der Reiter unruhig sitzt und dem Pferd bei jedem Tritt in den Rücken knallt. Auch korrekte Kreuz und Gewichtshilfen sind mit einem zu kleinen Sattel nicht möglich.
Ein zu großer Sattel ist nicht ganz so schlimm, wie ein zu kleiner, aber trotzdem nicht ideal. Durch die zu große Sitzfläche hat der Reiter weniger Halt und wird dazu verleitet sich mit den Oberschenkeln festzuhalten. Das führt zu einem Spaltsitz, bei dem die Hilfen nicht mehr beim Pferd ankommen.
Welche Sitzgröße ein Reiter braucht, hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Länge und Breite des Hinterns, vom Umfang der Oberschenkel, von der Länge der Oberschenkel und dem Schnitt des Sattels.
Um zu Testen, ob der Sattel passt, setzen Sie sich darauf und lassen die Beine locker hängen. Zum höchsten Punkt der Vorderzwiesels sollten nun noch mindestens vier Finger breit Platz sein. Danach nehmen Sie die Steigbügel auf und setzen sich fest in den Sattel. Kippen Sie die Hüfte nach hinten. In dieser Haltung sollten noch vier Finger breit Platz zwischen Ihrem Gesäß und dem Hinterzwiesel sein.
Haben Sie mit diesem Test festgestellt, dass der Sattel groß genug ist, wissen Sie die Größe, die Sie brauchen. Diese Größe wird in Zoll angegeben und liegt meist zwischen 16 und 18,5 Zoll. Manche Hersteller geben die Sitzgröße aber auch anders an. Bei Kieffer gibt es zum Beispiel Sitzgrößen zwischen 0 und 2. Dabei steht 0 für 16-16,5 Zoll, 1 für 17-17,5 Zoll und 2 für 18-18,5 Zoll.
Aber Achtung: Verlassen Sie sich nicht auf eine einmal festgestellte Sitzgröße. Das kann nach hinten losgehen, da verschiedene Hersteller unterschiedlich messen. Manche messen vom Vorderzwiesel zum Hinterzwiesel, andere von den Ortsenden zum Hinterzwiesel. Diese unterschiedlichen Messverfahren können gut und gerne ein bis zwei Sitzgrößen Unterschied machen. Also gilt: Jeden Sattel vor dem Kauf unbedingt probesitzen.
Übrigens: Bei einem tiefen Sitz ist die richtige Größe noch wichtiger, da hier ein zu kleiner Sattel das ganze Becken blockieren kann. Das führt nicht nur beim Pferd zu Rückenschmerzen, sondern auch beim Reiter. Das Hohlkreuz, in das der zu kleine Sattel den Reiter zwingt, kann im Extremfall sogar zu Bandscheibenvorfällen führen.
Super Info! Wenn ich das einmal vorher gelesen hätte! Ich hatte
Probleme mit meinem Sattler, der es wirklich geschafft hat, an der
Stelle aufzupolstern wo die Muskulatur saß und die Polsterung wegließ
wo keine Mukulatur saß. Mein Andalusier war total schief. Dann einen
Vaquero Sattel der toll passte. Mein Pferd wurde ruhiger, aber eine
richtige Dressur bekam ich nicht hin. Neuen Sattler(in) und nach
langer Mühe, bekam ich endl. den passenden Sattel(sie hat sich
wirklich bemüht). Aber nach kurzer Zeit bekam ich Schmerzen. Naja
ungewohnte Muskulatur, vielleicht das Alter(?), Pferd u. ich in
Ausbildung, Beritt, aber nichts half. Bis einer meinte, vielleicht
paßt der Sattel mir nicht. Toll! Jetzt habe ich einen neuen
gebrauchten u. steh wieder mal vor einen neuen Berg. LG Konni
[Kornelia Feindler | 24.07.2006]
kann man davon ausgehen das ein Thorowgood maxam, modele "mixte",
Taille 17,5, Largeur moyen auf einen breiten Haflinger passen solte?
[Cees Huijerjans | 26.09.2006]
Guter Bericht, hat mir bereits im Vorfeld des Sattelkaufs gut
geholfen.
LG Anja
[Anja Lagies | 16.11.2006]
hm. super, aber ich weis jeztz immernoch nicht, von wo ich den rücken
messe. ;-)
[lena kramer | 02.05.2007]
Toller Bericht, da sieht man mal wieder, auf was man alles achten
muss. Hoffentlich weiß mein Sattler das auch alles. sonst steh ich
nachher da wie Konni. LG Tine
[Christin Gadow | 30.05.2007]
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