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Quadrille-Figuren: Der Rosengarten

Der Rosengarten ist eine der Lektionen, die sich von den ursprünglich Tanzquardrillen herleiten. Beim Tanzen griffen die Paare einander an den hochgestreckten Armen, wenn sie sich umkreisten. Das vermittelte den Eindruck von Rosenspalieren, daher kommt der Name der Figur. Beim Reiten funktioniert das greifen der Arme nicht. Man kann den Effekt aber nachahmen, indem die beiden Reiter die Gerte hochstrecken und die Gertenspitzen sich berühren. Das macht die Übung allerdings noch schwieriger.

Wie sieht der Rosengarten aus?

Der Rosengarten besteht aus zwei Abteilungen, die mit einem Abstand aus verschiedenen Richtungen auf einander zureiten. Trifft der erste Reiter der einen Abteilung auf den letzten Reiter der anderen Abteilung, reiten alle gleichzeitig eine Volte auf die andere Abteilung zu. Dabei umkreisen sich die Reiter gegenseitig. Nach einer kompletten Volte reiten die Reiter geradeaus weiter, so werden die ursprünglichen Abteilungen wiederhergestellt.

Der Rosengarten - diagonal und gerade

Was müssen die Reiter können?

Der Rosengarten steht und fällt mit dem Timing und dem präzisen Reiten. Gerät eine Volte zu groß oder klebt ein Pferd nur kurz am Vorpferd, wird aus der eleganten Figur ein heilloses Chaos, weil die Wege so eng aneinander liegen, dass man sich schnell gegenseitig den Weg versperrt. Das heißt die Volten müssen sitzen und auch tatsächlich rund sein.

Die Voraussetzungen

Meist wird der Rosengarten auf der Diagonalen geritten. Damit das klappt, brauchen Sie zwei Abteilungen auf der gleichen Hand um eine halbe Runde versetzt sind. Damit der Abstand zwischen den Abteilungen groß genug ist, biegen die Abteilungen nicht erst am Bahnpunkt auf die Diagonale ab, sondern direkt aus der Ecke. Der Zielpunkt wird auch verschoben. Der erste Reiter peilt den Zirkelpunkt an, so liegen acht bis zehn Meter zwischen den beiden Abteilungen - genug für die Volten.

Die Alternative für kleinere Quadrillen ist der Rosengarten in der Bahnmitte. Dazu biegen beide Abteilungen von der kurzen Seite aus auf die Viertellinie (die Mitte zwischen Bande und Mittellinie) ab. Etwas einfacher ist das, wenn man erst auf die zweite Viertellinie abwendet.

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Aktualisiert am: 30.07.2011

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