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Passt der Sattel? Breite des Wirbelkanals

Nicht nur der Widerrist braucht Platz unter dem Sattel, sondern auch der Rest der Wirbelsäule. Gerade beim Biegen sollten die Dornfortsätze nicht an die Polster des Sattels stoßen, da dass unangenehm für das Pferd ist. Die Folge sind Pferde, die bei der Biegung schummeln und im Hals abknicken oder sich verwerfen.

Damit das Pferd das Gewicht des Reiters langfristig tragen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen ist es wichtig, das der Sattel das Gewicht großflächig auf die richtigen Strukturen verteilt. Bänder und Knochen reagieren schnell mit Veränderungen, wenn sie direkten Druck bekommen. Daher sollten sie nicht belastet werden. Muskulatur verträgt den Druck dagegen gut und kann ihn verteilen. Deshalb ist es wichtig, das der Sattel nur auf dem langen Rückenmuskel aufliegt.

Die Grenzen finden

Muskeln und Bänderam Pferderücken die die Sattellage begrenzen

Die Baender tastenIst der Wirbelkanal des Sattels zu eng drücken die die Sattelkissen auf das Rückenband. Besonders, wenn sich das Pferd biegt kann das passieren. Tasten Sie deshalb die Dornfortsätze Ihres Pferdes in der Sattellage. Sie spüren hier die harten Knochen. Die Dornfortsätze lassen sich etwa so groß wie eine Murmel tasten. Zwischen den Dornfortsätzen und direkt daneben spüren Sie die Bänder. Sie fühlen sich fest-elastisch an, etwa wie ein gut aufgepumpter Ball. Gehen Sie weiter nach außen kommt der Muskel. Dieser sollte deutlich weicher sein.

Haben Sie die Bänder ertastet schätzen Sie mit Hilfe Ihrer Finger ab, wieviel Raum diese einnehmen. Bei den meisten Pferden nimmt der Raum zwischen den Außenkanten der beiden Bänder etwa drei bis fünf Fingerbreit ein. So breit sollte der Wirbelkanal des Sattels mindestens sein.

Querschnitt Wirbelsäule des Pferdes mit langem RueckenmuskelDie äußere Begrenzung der Auflagefläche bildet der Übergang zwischen langem Rückenmuskel und den Rippen. Den finden Sie, wenn Sie von der Wirbelsäule senkrecht nach unten tasten. Hier kommt irgendwann der Punkt an dem die Rippen deutlich zu fühlen sind, da sie hier nach außen kommen. Diese Linie ist die Außengrenze der Auflagefläche. Liegt der Sattel weiter außen, drückt er auf die Rippen, das kann sehr schmerzhaft sein. Stimmt der Winkel zusätzlich nicht, kann es passieren, dass der Sattel den langen Rückenmuskel bei jedem Schritt von der Wirbelsäule wegzieht. Das kann zu Reizungen des Muskels und Schäden an den Muskelfaszien führen.

Wie weit ist richtig?

Das Problem mit dem Wirbelkanal ist, das ein breiter Wirbelkanal den Sattel Auflagefläche kostet, da die Gesamtbreite der Auflagefläche ja begrenzt ist. Deshalb gilt: So breit wie nötig, so schmal wie möglich. Denn je größer die Auflagefläche ist, desto besser wird das Gewicht des Reiters verteilt.

Bei den meisten Pferden kommt ein Wirbelkanal mit vier Finger Breite ganz gut hin. Ist der Wirbelkanal deutlich schmaler oder breiter sollten Sie kritisch prüfen, ob der Sattel wirklich zum Pferd passt.

Achten Sie darauf, dass der Wirbelkanal auf der kompletten Länge des Sattels breit genug ist. Bei vielen älteren Modellen laufen die Sattelkissen hinten zusammen. Dadurch wird der Wirbelkanal hinten sehr eng und stört bei der Biegung. Im Extremfall kann das ständige Anstoßen an den Dornfortsätzen zu Entzündungen und Knochenveränderungen führen. Die modernen Sättel haben deshalb einen gerade geschnittenen Wirbelkanal.

Der Wirbelkanal ist 4 Finger breit

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Aktualisiert am: 21.04.2011

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