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Kühlgel richtig und sinnvoll einsetzen

Pferde haben oft mal einen dicken Fuß oder andere kleinere Blessuren. In einem solchen Fall hilft kühlen. Ein schneller einfacher Weg eine solche Verletzung zu kühlen ist Kühlgel.

Allerdings eignet sich Kühlgel nicht für alle Verletzungen. Ist die Haut abgeschürft oder eine Blutende Wunde zu sehen, ist Kühlgel tabu. Die im Gel enthaltenen ätherischen Öle würden die Haut sonst reizen und können zu Entzündungen führen. Abgesehen davon brennen die Gels häufig, wenn sie auf Wunden kommen.

Für Verletzungen sind auch nicht alle Kühlgels geeignet. Da hier die Durchblutung vermindert werden soll, darf das Gel keinen Wärmeeffekt haben. Oft enthalten die Produkte neben den ätherischen Ölen für den Kühleffekt auch durchblutungsfördernde Stoffe, die die Regeneration fördern sollen. Solche Stoffe sind zum Beispiel Arnika, Fichtennadelöl oder Beinwell.

Für Verletzungen sind solche Gels nicht geeignet, wohl aber nach anstrengenden Ritten. nach einer hohen Belastung, wie einer Springstunde, einem anstrengendem Ausritt oder sogar einer Jagd, tut es den Pferden gut, wenn die Beine gekühlt werden. Der später auftretende Wärmeeffekt mancher Gels erhöht dann wieder die Durchblutung und hilft dem Pferdekörper so die entstandenen feinen Schäden in Muskulatur und Sehnen schnell zu reparieren. Das Pferd erholt sich so schneller von der Anstrengung. Meist werden die Bänder und Sehen an Fessel und Röhrbein mit solchen Kühlgels behandelt.

Kühlgels sollten nie unter Bandagen oder Gamaschen verwendet werden, da sie hier nicht funktionieren. Außerdem kann es zu Reizungen der Haut kommen.

Kühlgels sollten nicht über einen längeren Zeitraum dauernd eingesetzt werden. Häufig kommt es dann zu Haarausfall, Hautreizungen und Allergien. Es gilt: Auf Dauer nicht mehr als einmal pro Tag, besser maximal zwei bis dreimal pro Woche anwenden.

Bei empfindlichen Pferden sollten Sie das Gel am nächsten Tag mit klarem Wasser auswaschen. So entfernen Sie die Rückstände von der Haut.

Sie sollten Kühlgel nicht vor dem Reiten anwenden. Durch die Kälte wird das Gewebe schlechter Durchblutet. So kann es zu Unterversorgungen und Verletzungen kommen. Gerade Sehnen und Bänder sind für solche Störungen anfällig. Bei Kälte sind diese Strukturen nicht so geschmeidig und reißen schneller. Solche Verletzungen sind langwierig und sehr ärgerlich.

Alternativen zum Kühlgel finden Sie im folgenden Tipp: Verletzungen richtig kühlen


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