Die Ursachen für Spat
Spat kann wie die meisten arthrotischen Erkrankungen viele Ursachen haben. Der normale Spat ist meist eine Folge von Überlastung. Der Auslöser kann eine einmalige Überlastung, zum Beispiel durch einen Sturz, einen Schlag oder ein starkes Verdrehen sein.
Oft ist Spat aber auch eine Folge von immer wiederkehrenden Überbeanspruchungen des Gelenkes. Dafür in Frage kommen zu frühes starkes Versammeln des Pferdes, zu häufiges und zu hohes Springen und lange Ritte mit einem nicht ausreichend trainierten Pferd. Aber auch zu viele abrupte Stopps oder schnelle Drehbewegungen belasten die Gelenke. Viele Anforderungen im Reitsport können ein Pferd schädigen, wenn es nicht sorgfältig darauf vorbereitet wird und die Belastungen bewusst gemanaged werden. Es ist egal, ob Dressur, Springen, Westernreiten oder Distanzreiten, jede Disziplin muss bewusst und mit Rücksichtname auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes ausgeübt werden. Was die gefährlichen Übungen sind, lesen sie unter: Spat vorbeugen
Ungepflegte Hufe, die sich schief ablaufen und falscher Hufbeschlag verändern die Belastung im Gelenk und können so Spat auslösen. Eine gebrochene Hufachse verändert die Belastungsachsenin den Gelenken genauso wie zu steile oder zu flache Hufe. So können die Gelenke nicht normal arbeiten und werden in bestimmten Abschnitten überbelastet. Einen Ähnlichen Effekt können falsch angepasste Hufeisen haben: Eisen die ein Abrollen verhindern oder Eisen die stark stoppen sind Gift für die Gelenke.
Der Körperbau des Pferdes spielt bei der Entstehung von Spat ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine steile Hinterhand oder für das Körpergewicht zu kleine Gelenke begünstigen zu hohe Belastungen im Gelenk. Fehlstellungen in der Beinachse, wie Fassbeinig oder Kuhhessig, führen zu einer ungleichmäßigen Belastung und fördern damit den Spat.
Falsche Fütterung ist ebenfalls ein Faktor bei der Entstehung von Spat. Es gibt mehrere Mineralien, die ein Pferd für den Erhalt stabiler Knochen braucht. Kommt es hier zu einem Mangel, leidet die Knochenqualität und das Risiko für Arthrose steigt. Besonders im Wachstum brauchen Pferde eine ausgewogene Mineralien- und Nährstoffzufuhr, um ein gesundes Knochengerüst zu entwickeln. Gibt es hier Defizite kann es später zu osteolytischem Spat kommen.
Neben dem Mineralienmangel ist auch die Futtermenge ein wichtiger Faktor. Hat ein Pferd Übergewicht, werden die Gelenke vor allem in den schwunghaften Gangarten deutlich stärker belastet. Ist das Pferd dagegen untergewichtig, zieht der Körper Nährstoffe aus den Knochen um das Überleben zu sichern. Mehr dazu wie sie die Figur ihres Pferdes beurteilen lesen Sie unter: Pferd zu dick oder dünn? - Tippscout.de
Bewegungsmangel kann ist Risikofaktor für Osteolytischen Spat. Wird ein Knochen nicht ausreichend belastet, wird die Knochensubstanz teilweise abgebaut oder in jungen Jahren gar nicht erst ausreichend angelegt. Das kann gerade nach langen Stehphasen, zum Beispiel auf grund einer Verletzung, zu Spatschüben führen. Daher ist in solchen Situationen ein sorgfälltiges Aufbautraining wichtig.
Es wird auch diskutiert, ob eine Veranlagung zum Spat vererbt wird. In manchen Linien tritt gehäuft Spat in jungen Jahren auf.
Alles in allem lässt sich selten der konkrete Auslöser für eine Spaterkrankung ausmachen. In den allermeisten Fällen ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren.
Mehr zum Thema Spat finden Sie unter: Pferdekrankheiten: Spat
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