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Die richtige Haltung für Spatpferde

Spat ist eine schwere Erkrankung, die das komplette Leben des Pferdes beeinflusst. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, die nicht mehr verschwindet, sollte man dem Spatpferd in allen Lebensbereichen möglichst weit entgegen kommen, so dass es mit der Krankheit gut zurecht kommt. Dieser Artikel zeigt ein paar Aspekte, die sich bei der Haltung optimieren lassen.

Der perfekte Auslauf

Für Spat-Pferde ist es besonders wichtig, sich viel zu bewegen. Damit ist nicht das Galoppieren in der Halle gemeint, sondern die langsame gleichmäßige Bewegung auf der Koppel oder in einem Laufstall.

Ideal sind große, flache Weiden und Paddocks auf denen das Pferd zum laufen animiert wird. Wird das Pferd im Herdenverband gehalten, ist es wichtig, dass das betroffene Pferd nicht gescheucht wird und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wie für alle Artrosepatienten, leiden auch Spatpferde bei kalt-feuchten Bedingungen besonders. Ein trockener zugfreier Unterstand ist also ein Muss.

Die Böden auf dem Auslauf sollten nicht zu tief und zu unruhig sein, da es Spatpferden schwer fällt, sich unruhigem Untergrund anzupassen. Ideal sind fester Erd- oder Sandboden. Eine gute Drainage, die tiefe Matschlöcher verhindert, sorgt dafür, dass das Spatpferd das ganze Jahr über seine Bewegung bekommt.

Wie sollte das Spatpferd wohnen?

Ideal für Spatpferde ist eine Haltung im Bewegungsstall oder Offenstall. Boxenhaltung ist nur in Verbindung mit mehr stündigem Koppelgang täglich sinnvoll. Es gilt: je mehr Platz und Bewegung desto besser. Dabei sollte das Pferd auch immer zum Laufen animiert werden, zum Beispiel durch räumlich getrennte Futter und Trinkplätze.

Eine reine Boxenhaltung, bei der das Pferd 23 Stunden am Tag in der kleinen Box steht, ist daher nicht nur nicht pferdegerecht, sonder für Spat-Pferde absolut unpassend.

Spatpferde tun sich beim Aufstehen schwerer, da sie die Hinterbeine nicht mehr so gut bewegen können. Auf glattem Boden mit wenig Einstreu kann es dabei leicht zu Verletzungen kommen, wenn das Pferd wegrutscht. Die aufgeschlagenen Sprunggelenke heilen meist nur schlecht. Daher ist es sinnvoll, der Liegefläche einen rutschfesten Untergrund zu geben, zum Beispiel Boxenmatten. Darüber sollte eine ausreichend dicke Schicht Einstreu kommen, so dass das Pferd beim Liegen entspannen kann.

Ausrüstung die hilft

Ist das Wetter kalt und feucht, lahmen viele Spatpferde deutlicher. Oft können dann spezielle Sprunggelenksgamaschen helfen, die das Gelenk warm halten. Wichtig bei diesen Gamaschen ist aber der gute Sitz. Dadurch, dass sich das Sprunggelenk viel bewegt, rutschen die Gamaschen leicht. Die verrutschten Gamaschen können dann scheuern und drücken, so dass das Pferd beim Bewegen Schmerzen hat. Das ist eher schädlich.

Die Sprunggelenksgamaschen gibt es in verschiedenen Ausführungen, aus Neopren, aus Lammfell, mit Magnetfeld oder mit spezieller wärmespeichernder Keramikbeschichtung. Wichtig ist die richtige Größe und ein straff genuges anlegen, damit die Gamasche da bleibt, wo sie hingehört.

Das Spatpfede oft Ausweichbewegungen machen und Schonhaltungen einnehmen, neigen Sie zu verkrampfter Muskulatur in Hinterhand und Rücken. Da Wärme diese Schmerzen lindert, sind viele Spatpferde dankbar für eine Decke im Winter. Die schützt vor Zugluft und wärmt die Muskulatur.

Mehr zum Thema Spat finden Sie unter: Pferdekrankheiten: Spat

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Aktualisiert am: 09.05.2011

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