Atmung: Atemfrequenz beim Pferd kontrollieren
Die Atemfrequenz eines Pferdes gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob das Pferd Schmerzen hat oder viel Blut verloren hat.
Da die Atmung aber schon bei der geringsten Anstrengung ansteigt, ist dieser Wert nur dann aussagekräftig, wenn das Pferd seit mindestens einer halben Stunde ruhig steht.
Am einfachsten lässt sich die Atmung anhand der Flankenbewegungen beurteilen. Stellen Sie sich schräg neben das Pferd und beobachten Sie die Flanken. Schon bei einer ganz flachen Atmung erkennen Sie die Atemzüge.
Zählen Sie entweder immer das Einatmen oder das Ausatmen, wobei das Ausatmen meist leichter zu erkennen ist, da das Pferd hier mit der Brustkorbmuskulatur nachhelfen muss.
Ein Großpferd macht in Ruhe etwa 8-16 Atemzüge pro Minute. Bei Kleinpferden kann der obere Wert auch 24 erreichen.
Bei normaler Arbeit steigt die Atemfrequenz auf 80 bis 100 Atemzüge pro Minute, bei Hochleistung sind bis zu 150 Atemzüge innerhalb einer Minute möglich.
Neben Blutverlust und Schmerzen kann auch eine hohe Temperatur die Atmung beschleunigen. Achten Sie auch auf das Atemgeräusch: Ist es rasselnd oder blubbernd, spricht das für einen Infekt der Atemwege.
Presst das Pferd die Luft mit viel Kraft aus der Lunge heraus, kann das eine Dämfigkeit sein aber auch eine allergische Reaktion oder ein Krampf in den Bronchien. Sie sollten dann auf jeden Fall den Tierarzt holen.
Kontrollieren Sie auch die Schleimhäute im Maul. Verfärben die sich bläulich, leidet das Pferd unter Sauerstoffmangel. Dann sollte dem Pferd schnell fachmännisch geholfen werden.
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